Alexander Zverev spricht ins Mikrofon

Alexander Zverev äußert kurz vor den Australian Open scharfe Kritik an den Medien. Foto: IMAGO/Camilla Stolen

„Wahrheit irgendwo aus dem Arsch ziehen“: Zverev teilt wieder gegen Medien aus

kommentar icon
arrow down

Vor dem Auftakt der Australian Open spricht Alexander Zverev darüber, was er als Journalist anders machen würde. Sein Zeugnis für 2025 würde dabei anders ausfallen.

Zverev fühlt sich von Medien nicht immer fair behandelt und stört sich manchmal an der Berichterstattung. „Es ist nervig, wenn sich Leute nicht auf Fakten konzentrieren oder sich die Wahrheit irgendwo aus dem Arsch ziehen teilweise“, sagte der Hamburger vor dem ersten Grand Slam des Jahres.  

Der 28-Jährige war in Melbourne gefragt worden, was er als deutscher Tennisjournalist anders machen würde, und antwortete, er würde sich mehr an die Fakten halten und nicht an „irgendwelche Gerüchte“. Zuvor hatte ihn ein Journalist nach seinem Privatleben gefragt. 

Zverev sieht letztes Jahr nach Verletzungen als Erfolg

Dabei wies Zverev auch auf die Macht hin, die Medien haben können. „Jede Geschichte kann man zweideutig schreiben, immer in eine Richtung, in die andere Richtung. Und es gibt Journalisten, die mich wahrscheinlich mögen“, so Zverev. „Es gibt Journalisten, die mich weniger mögen und da kann man immer die Wahrheit so in die Richtung ziehen, in die man sie halt schreiben möchte.“

Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

So solle man auch die Fakten berücksichtigen, wenn man seine vergangene Saison sportlich bewerte. „Klar, ich habe letztes Jahr nicht das Jahr gehabt, dass ich mir erhofft habe“, erklärte der beste deutsche Tennisspieler, „aber Fakt ist auch, dass ich gefühlt zehn Verletzungen gehabt habe.“ Das Jahr dennoch als Nummer drei der Welt zu beenden, sei „trotzdem irgendwo auch ein Erfolg.“ Bei seiner Antwort betonte Zverev, er wolle sich nicht beschweren über sein Leben, er führe „ein wunderschönes Leben“.

„Ich fühle mich bereit“

Zverev hatte im vergangenen Jahr nach seinem Finaleinzug bei den Australian Open zu Saisonbeginn oft enttäuscht und seinen einzigen Turniersieg in München geholt. Im Sommer berichtete er von mentalen Problemen. Körperlich kämpfte er unter anderem mit Rückenbeschwerden.  

„Viele hätten das Jahr vielleicht früher beendet“, meinte Zverev und wären dann Nummer zehn der Welt – und eben nicht die Nummer drei. „Da kann ich auch ein bisschen stolz drauf sein.“

Das könnte Sie auch interessieren: Instagram-Star und deutsche Nr. 1: Hamburgs Tennis-Star Eva Lys greift an

Das erste Grand-Slam-Turnier 2026 startet für ihn am Sonntag, er hat in dem Kanadier Gabriel Diallo eine unangenehme Auftaktaufgabe erwischt. Er habe „jetzt schon zehn Tage sehr, sehr gut und sehr, sehr hart trainiert“, berichtete Zverev. „Ich fühle mich bereit, das Turnier zu starten.“ (dpa/lam)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test