Emma Aicher auf Skiern

Gilt als zukünftige Weltcupsiegerin: Emma Aicher schafft es auch im Slalom auf das Podium. Foto: imago/GEPA pictures

„Wahnsinn!“: Deutschland hat eine neue Ski-Hoffnung für Olympia

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Erst der Abfahrtssieg, jetzt das nächste Slalom-Podium: Emma Aicher wird im Olympiawinter immer mehr zur großen Medaillenhoffnung.

Die erneuten Glückwünsche der Skikönigin nahm Emma Aicher mit einem Lächeln entgegen. An der Seite von Mikaela Shiffrin bejubelte die 22-Jährige ihren dritten Podestplatz des Olympia-Winters und schien sich dabei pudelwohl zu fühlen. Wie sollte es auch anders sein?

Nur drei Tage nach ihrem sensationellen Abfahrtssieg in St. Moritz war Aicher erneut aufs „Stockerl“ gerast, nur diesmal im Slalom. „Ich bin sehr stolz, dass ich das geschafft habe“, sagte die Allrounderin nach ihrem dritten Platz im Nachtrennen im französischen Courchevel. Doch damit genug der Gefühlsausbrüche, die großen Worte überließ Aicher wie gewohnt anderen.

Felix Neureuther: „Was sie macht, ist Wahnsinn!“

„Ich muss vor dieser Frau immer wieder den Hut ziehen. Was sie macht, ist Wahnsinn!“, schwärmte ARD-Experte Felix Neureuther. Scheinbar mühelos rast Aicher in diesem Winter von Disziplin zu Disziplin, von Top-Platzierung zu Top-Platzierung. Als Vierte im Gesamtweltcup ist sie mit Blick auf die Olympischen Spielen in Mailand und Cortina im Februar längst zur großen Medaillenhoffnung gereift.

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Doch Aicher, wahrlich keine Frau der großen Worte, scheint das reichlich wenig zu interessieren. „Ich bin einfach gefahren“, sagte die Newcomerin am Dienstagabend gewohnt trocken und ergänzte: „Skifahren geht in die richtige Richtung jetzt gerade, ich bin einfach zufrieden damit.“

Aicher fährt als einzige alle Disziplinen im Weltcup

Als einzige im Weltcup fährt die Tochter einer schwedischen Mutter und eines deutschen Vaters alle Disziplinen. Ihre sechs Podestplätze im Weltcup, die sie allesamt 2025 eingefahren hat, verteilen sich auf Abfahrt, Super-G und Slalom. Sie sei „glücklich darüber, dass ich in jeder Disziplin auf mein Skifahren bauen kann“, sagte Aicher, die dank ihrer Anlagen längst als kommende Gesamtweltcupsiegerin gilt.

Doch auch da bleibt Aicher cool. „Ach“, sagte sie darauf angesprochen in Courchevel, „es gibt so viele schnelle Mädels, und so oft bin ich ja auch nicht auf dem Podium. Das wird irgendwann ein Traum sein können, aber jetzt konzentriere ich mich nicht darauf, sondern auf jedes einzelne Rennen.“

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Die nächsten stehen für sie bereits am kommenden Wochenende an. Während ihre Slalom-Kolleginnen in eine kurze Weihnachtspause gehen, gehören für Aicher am Samstag und Sonntag noch die Speed-Events in Val d’Isère zum Programm. Ob das nicht langsam zu viel wird? „Was“, antwortete Aicher ehrlich, „soll ich denn sonst machen, außer Skifahren?“ (sid/hmg)

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