Ren Nikaido bejubelt seinen Sieg in Innsbruck

Ren Nikaido bejubelt seinen Sieg in Innsbruck. Foto: WITTERS

Dominator Prevc geschlagen! Japaner sorgt für Sensation in Innsbruck

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Der erstmals geschlagene Domen Prevc fliegt dem Sieg bei der Vierschanzentournee entgegen, die deutschen Top-Skispringer müssen sich weiter mit Nebenrollen begnügen: Prevc machte mit seinem zweiten Platz in Innsbruck den nächsten Schritt zum großen Triumph beim Traditionsevent.

Felix Hoffmann belegte als bester Deutscher mit Sprüngen auf 126,5 und 130,5 Meter den fünften Rang. Philipp Raimund wurde Zwölfter. Andreas Wellinger und Karl Geiger flogen enttäuschend im ersten Durchgang raus.

Den Sieg in einem packenden Wettkampf sicherte sich sensationell der Japaner Ren Nikaido mit dem ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere! Dritter wurde der Österreicher Stephan Embacher. Vor dem großen Finale in Bischofshofen führt Prevc mit 41,4 Punkten vor seinem ersten Verfolger Jan Hörl. Mehr als 40 Punkte Vorsprung zu diesem Zeitpunkt hatte zuletzt der Japaner Ryoyu Kobayashi 2019. Er gewann dann auch den goldenen Adler.

Innsbruck: Nikaido siegt vor Prevc

Bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein waren 21.125 Zuschauer auf den Bergisel gepilgert. Im ausverkauften Stadionkessel hoch über der Innsbrucker Innenstadt und gegenüber der mächtigen Nordkette feierten sie ein großes Skisprung-Fest.

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Prevc sprang 129,5 und 128 Meter weit. Sieger Nikaido („Ich habe gefühlt, dass heute etwas drin ist“) landete nach 131 und 128 Metern. Auch wenn Prevc („Ich war echt nervös heute“) nun nicht mehr als vierter Sportler nach Sven Hannawald, Kamil Stoch und Kobayashi alle vier Springen bei einer Tournee gewinnen kann: Er prägt die 74. Ausgabe seit dem ersten Tag.

Domen Prevc war in der Gesamtwertung nicht zu schlagen. imago/Sven Simon
Domen Prevc jubelt
Domen Prevc hatte in letzter Zeit viel Grund zu jubeln und ist weiterhin auf Kurs Tournee-Sieg.

In Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewann er jeweils hoch überlegen. Nach Innsbruck war der „verrückte Vogel“, wie ihn Ex-Springer und Eurosport-Experte Markus Eisenbichler nannte, mit einem gigantischen Vorsprung von umgerechnet rund 20 Metern auf den zweitplatzierten Hörl gereist.

Raimund: „Schön zu sehen, dass er keine Maschine ist“

In der Qualifikation am Bergisel zeigte der 26-Jährige erstmals eine Schwäche. Bei sehr schweren Bedingungen mit Rückenwind sprang der Mann, der mit einem Flug auf 254,5 Meter den Weiten-Weltrekord hält, nur 112 Meter weit. Damit belegte Prevc den 30. Platz.

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„Es ist zumindest mal schön zu sehen, dass er keine Maschine ist und nicht einfach jeden Sprung bei egal welchen Bedingungen runterzaubern kann“, sagte Raimund danach. Als es im Wettkampf darauf ankam, lieferte Prevc dann aber wieder wie gewohnt.

Wellinger und Geiger weiter in der Krise

Während Hoffmann (als Fünfter bester DSV-Adler der Gesamtwertung) und Raimund auf einem sehr guten Weg sind, ihr bestes Tournee-Ergebnis zu erzielen, kämpfen die Erfolgsgaranten früherer Tage weiter mit ihrer Form. Von der Weltspitze sind Wellinger und Geiger derzeit extrem weit entfernt. Beide schieden bereits im ersten Durchgang aus. Geiger wurde 31., Wellinger belegte den 37. Platz. Pius Paschke sprang auf den 28. Rang.

Andreas Wellinger (l.) und Karl Geiger (r.) enttäuschten auf der Tournee. imago/Sven Simon
Andreas Wellinger und Karl Geiger schauen unzufrieden
Andreas Wellinger (M.) und Karl Geiger (r.) enttäuschten in Innsbruck erneut.

Wie schlecht es gerade läuft, verdeutlichte Geiger mit seiner Reaktion. Mit seinem Sprung auf 121 Meter war der Oberstdorfer gar nicht mal unzufrieden. „Ich hoffe, dass die Richtung die richtige ist und dann wird es auch irgendwann wieder besser werden“, sagte der 32-Jährige im ZDF.

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Für die Springer geht es schon an diesem Montag weiter. Um 16.30 Uhr (ARD und Eurosport) steht in Bischofshofen die Qualifikation an. Einen deutschen Einzelsieg zum Tournee-Abschluss gab es seit Sven Hannawald im Jahr 2002 nicht mehr. (dpa/lam)

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