Sportmix
„Versetzt mich in Ekstase“: Hamburgs Segel-Star Boris Herrmann vor Mega-Projekten
Boris Herrmann hat in der Bretagne seine neue Hightech-Rennyacht „Malizia 4“ zu Wasser gelassen. Mit dem deutlich überarbeiteten Boot verbindet der deutsche Segelstar große Hoffnungen für kommende Ocean-Rennen.
In Lorients Seglerwiege La Base läuft Boris Herrmanns „Malizia 4“ vom Stapel. Sie soll den Ausnahmesegler zu den ersehnten Erfolgen tragen. Dafür wurde viel investiert. Boris Herrmann hat eine neue Rennyacht für die kommenden Offshore-Herausforderungen. Deutschlands bekanntester Segler und sein Team Malizia haben in Lorients Hafen La Base in der Bretagne ihre neue „Malizia 4“ vom Stapel gelassen. Der schwarz-rote Rumpf des Hightech-Bootes für alle Weltmeere ging am Montagmorgen um 7.38 Uhr ins Wasser.
„Ich bin stolz aufs Team und den Prozess, wie sie es gebaut haben. Das Resultat ist das Boot“, sagte Herrmann beim Stapellauf. „Heute ist ein emotionaler Tag für uns“, meinte der 45 Jahre alte Wahl-Hamburger weiter.
Boris Herrmann freut sich riesig über seine neue Yacht
„Es versetzt mich in Ekstase, sie jetzt so zu sehen.“ Ein Boot, so der sechsmalige Weltumsegler, sei „nicht nur eine Maschine, sondern etwas, mit dem man eine emotionale Beziehung hat“.
Zwei Jahre und rund 85.000 Arbeitsstunden haben mehr als 150 Menschen in Team Malizias neue Yacht investiert. Beteiligt waren das Design-Team um Konstrukteur Antoine Koch, Finot-Conq und Gsea Design sowie das Werftteam von CDK Technologies in Lorient.
Ocean Race 2027 und Vendée Globe 2028 als neue Herausforderungen
Das 18,23 Meter lange Boot soll Herrmann mit und ohne Crew zu Offshore-Erfolgen im Ocean Race 2027 und bei seinem dritten Vendée-Globe-Soloeinsatz 2028 tragen.
Die neue Rennyacht vom Typ Imoca ist nach klaren Vorgaben von Herrmann und seinem Team entstanden: Sie soll vielseitig sein und das Beste aus verschiedenen Konstruktionen vereinen.
Malizia 4 bietet kaum Komfort
„Malizia 4“, die am 18. Juli in Lorient getauft wird, ist schmaler, leichter und agiler als ihre Vorgängerin.
Auch im Inneren ist das Boot deutlich spartanischer als sein Vorgänger. Smarte Lösungen, wenige Bildschirme und kaum Komfort prägen die neue Konstruktion. Das Cockpit ist deutlich kleiner, Stehhöhe für den Skipper gibt es kaum noch. Herrmann sieht das pragmatisch.
„Es ist nicht zu flach für mich. Wenn ich die Beine schön breit stelle und mich ein kleines bisschen vorbeuge, dann ist es genau die richtige Höhe.“
Malizia 4 offenbar deutlich schneller
Team Malizias Technik-Direktor Pierre-François „Pifou“ Dargnies erklärte, das neue Boot solle rund zehn Prozent schneller sein als die vorige Generation.
Herrmann verbindet große Ziele mit der „Malizia 4“: „Wir wollen The Ocean Race 2027 gewinnen und 2028 eine erfolgreiche Vendée Globe bestreiten.“ (dpa/ggg)
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