Philipp Raimund steckt lachend seinen Kopf durch die Skier

Die 74. Vierschanzentournee beginnt. Philipp Raimund ist ein großer deutscher Hoffnungsträger. Foto: imago/Sven Simon

74. Vierschanzentournee startet! Deutsche Chancen, Favoriten, TV-Sender

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Mit der Qualifikation am Sonntag (16.30 Uhr, ARD live) startet die 74. Vierschanzentournee. Bis zum 6. Januar springen die besten Skispringer der Welt um den berühmten goldenen Adler. Das Traditionsevent hat auch in der Olympia-Saison einen riesigen Stellenwert.

So läuft die Tournee ab: In insgesamt acht Wettkampfsprüngen (zwei pro Station) versuchen die Athleten, möglichst viele Punkte zu holen. Neben der Weite spielen unter anderem auch die Haltungsnoten und Windpunkte eine wichtige Rolle. Die Punkte der einzelnen Sprünge werden addiert. Wer nach dem letzten Sprung in Bischofshofen am 6. Januar die meisten Punkte hat, darf sich über die Siegertrophäe freuen – den goldenen Adler. Das deutsche Team wartet seit dem Triumph von Sven Hannawald im Jahr 2002 auf einen Tournee-Gesamtsieg.

Gesprungen wird traditionell auf zwei deutschen und zwei österreichischen Schanzen. Der erste Wettkampf findet am Montag (16.30 Uhr, ARD live) in Oberstdorf statt. Es folgt das traditionelle Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Anschließend fährt der Skisprung-Tross nach Österreich. Auf der dritten Tournee-Station am Bergisel in Innsbruck endeten bei schwierigen Bedingungen schon häufig große Sieg-Träume. Die endgültige Entscheidung fällt dann am 6. Januar auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen.

Slowenier Domen Prevc gilt als Topfavorit

Der Topfavorit kommt aus Slowenien und heißt Domen Prevc. Der 26-Jährige gewann von den vergangenen sechs Weltcup-Springen fünf. Einmal landete er auf dem zweiten Platz. Prevc führt auch den Gesamtweltcup an und springt in Oberstdorf im Gelben Trikot des Gesamtführenden.

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Erster Verfolger ist Ryoyu Kobayashi. Der Japaner gewann den letzten Wettkampf vor der Tournee in Engelberg in der Schweiz. Zudem ist er ein echter Tournee-Experte. Schon dreimal gewann der 29-Jährige das Event. Zuletzt durfte er sich 2023/24 über den Triumph freuen. Der Slowene Anze Lanisek zählt ebenfalls zu den Siegkandidaten. Gespannt sein darf man auf die Österreicher um Stefan Kraft und Titelverteidiger Daniel Tschofenig.

Deutsche Hoffnungen auf Raimund und Hoffmann

Die deutschen Skispringer Philipp Raimund und Felix Hoffmann zeigten zuletzt, dass sie aktuell zur absoluten Weltspitze zählen. Raimund präsentiert sich in diesem Winter bislang sehr stabil und liegt auf Rang vier der Gesamtwertung. Hoffmann ließ in Engelberg mit zwei Podestplätzen aufhorchen. Der 28-Jährige wurde Zweiter und Dritter.

Felix Hoffmann konnte bereits im Turnier in Engelberg auf sich Aufmerksam machen und hat nun den goldenen Adler im Blick. imago/Sven Simon
Felix Hoffmann macht sich bereit für den Sprung
Felix Hoffmann konnte bereits im Turnier in Engelberg auf sich Aufmerksam machen und hat nun den goldenen Adler im Blick.

Die beiden haben Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke in diesem Jahr als Hoffnungsträger abgelöst. Wellinger und Geiger stecken derart in der Krise, dass sie zuletzt sogar im Weltcup pausierten. In Oberstdorf sind sie wieder dabei.

Der Gesamtsieger darf sich nicht nur über den prestigeträchtigen goldenen Adler, sondern auch über eine Prämie von 100.000 Euro freuen. Bei jedem Wettkampf werden zudem die üblichen Weltcup-Preisgelder des Weltverbandes Fis ausgezahlt. Die besten 30 Athleten jedes Wettkampfes erhalten abgestuft nach Platzierung Geld. Ein Qualifikationssieg wird dem Gewinner zudem mit 3175 Euro versüßt.

Vierschanzentournee der Frauen ist in Planung

Für die Springerinnen gibt es indes noch keine Vierschanzentournee – aber bald. Der Weg ist nach langer Wartezeit für die Athletinnen nun frei. Die 75. Vierschanzentournee 2026/27 werde „in die Geschichte eingehen“, sagte Tournee-Präsident Manfred Schützenhofer zuletzt. Geplant ist, dass die Frauenwettbewerbe an allen Tournee-Orten am Qualifikationstag der Männer stattfinden. Das ist nun auch deshalb möglich, weil sich der Österreichische Skiverband und das Land Tirol auf die Finanzierung einer neuen Flutlichtanlage im Bergisel-Stadion geeinigt haben. Die Veranstalter sind dadurch zeitlich flexibler.

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Alle Wettkämpfe und auch die Qualifikationen am Vortag werden live im Fernsehen übertragen. Die ARD und das ZDF teilen sich die Stationen auf. Die Springen in Oberstdorf und Bischofshofen sind in der ARD, die Wettkämpfe in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck im ZDF zu sehen. Eurosport überträgt alle Wettbewerbe und Qualifikationen. (dpa/hmg)

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