Schach-Genie mit dem Herzen für St. Pauli: Das ist Superstar Magnus Carlsen

Magnus Carlsen mit seiner Ehefrau Ella Malone
Gern gesehene Gäste auf dem roten Teppich: Magnus Carlsen mit Ella Victoria Malone, die er am vergangenen Wochenende in Norwegen geheiratet hat.

Magnus Carlsen ist der größte Superstar, den das Schach je hervorgebracht hat. Ein Glamour-Boy, der gerne mal aneckt und auch schon HSV-Legende Felix Magath in die Schranken gewiesen hat. Am 11. und 12. Januar wird der Norweger für den FC St. Pauli in der Bundesliga spielen. Eine Herzensangelegenheit. Die MOPO stellt das 34-jährige Genie vor.

1 Punkt hat der FC St. Pauli nach vier Bundesliga-Kämpfen. Mit Carlsen hofft der Aufsteiger, die Abstiegsränge zu verlassen.

12,5 Weltmeister-Titel sammelte Carlsen bisher im Schnellschach (5) und Blitzschach (7,5). 2024 teilte er den Blitz-Titel mit Ian Nepomniatchi. Von 2013 bis 2023 war er Weltmeister im klassischen Schach mit langer Bedenkzeit.

Magnus Carlsen gähnt im Alter von 13 Jahren
Gelangweilt? Magnus Carlsen im Alter von 13 Jahren in Wijk aan Zee

13 Jahre jung war er, als Carlsen aufgrund seiner frühen Erfolge 2004 zum Großmeister ernannt wurde.

19 Jahre alt war Carlsen, als er sich für eine Werbekampagne von G-Star-Raw vom Star-Fotografen Anton Corbijn in Miami ablichten ließ. Das Schach-Wunderkind posierte zusammen mit US-Schauspielerin Liv Tyler für den niederländischen Jeanshersteller.

Magnus Carlsen und Hollywood-Star Liv Tyler
Waren Werbegesichter für eine Jeansmarke: Magnus Carlsen und Hollywood-Star Liv Tyler

56 Meter hoch ist das Brahms-Kontor, in dem Carlsen am 11. und 12. Januar für den FC St. Pauli gegen Solingen und Düsseldorf spielen wird.

Magnus Carlsen spielte 2016 in Hamburgs Speicherstadt

58 Millimeter beträgt die Seitenlänge jedes der 64 Schachfelder auf den Holzbrettern, die in der Bundesliga zum Einsatz kommen.

70 Schachspieler traten im Februar 2016 im Alten Hauptzollamt in der Hamburger Speicherstadt zeitgleich gegen Carlsen an, unter anderem Felix Magath. Der Weltmeister schlug 67 Gegner, spielte zweimal Remis und verlor eine Partie.

Magnus Carlsen 2016 in Hamburg beim Schach
Magnus Carlsens bislang letzter Auftritt in Hamburg war ein voller Erfolg.

125 Partien in Folge blieb Carlsen zwischen Juli 2018 und Oktober 2020 unbesiegt. Eine solche Serie gegen Weltklasse-Spieler gelang vorher oder nachher niemandem.

136 Züge dauerte die sechste Partie des WM-Kampfs 2021 gegen den Russen Ian Nepomniatchi. Carlsen gewann die längste Partie der WM-Geschichte nach 7 Stunden und 47 Minuten.

Carlsen ist der Weltbeste im Schach und sorgt für Ärger

200 Dollar Strafe brummte der Weltschachverband FIDE ihm gerade auf, weil er die Schnellschach-WM in Jeans spielte und so gegen die Kleiderordnung verstieß. Carlsen wollte abbrechen, spielte aber doch weiter.

960 unterschiedliche Ausgangsstellungen gibt es im „Freestyle Chess”, das von Carlsen unterstützt wird. Die Auslosung der Figuren auf der Grundreihe soll die Bedeutung der Eröffnungstheorie mindern. Der Finanzinvestor „Left Lane Capital“ fördert eine Turnierserie mit zwölf Millionen US-Dollar.

2011 übernahm Carlsen die Führung in der Weltrangliste – und hat sie seitdem nicht mehr abgegeben.

2882 betrug im August 2019 seine Elo-Zahl, nach der die Weltrangliste erstellt wird. Der frühere Weltmeister Garry Kasparov kam in seiner Glanzzeit auf die zweithöchste Wertung von 2851 Elo.

Garry Kasparov im Jahr 1995
Garry Kasparov war von 1985 bis 2000 Weltmeister im Schach.

3638 Partien verzeichnet die Plattform „365chess.com” von Carlsen. Davon verlor der Norweger nur 538, größtenteils gegen andere Weltklasse-Spieler.

5254 lautet der internationale Fernschach-Code für Carlsens Lieblings-Eröffnungszug 1. e2-e4.

59.174 Einwohner hat die südnorwegische Stadt Tönsberg, in der Magnus Carlsen am 30. November 1990 geboren wurde.

197.281 mögliche Stellungen einer Schachpartie gibt es nach zwei Zügen jedes Spielers. Die allermeisten davon würden Carlsen (und seine Gegner) aber niemals anstreben, weil sie nicht erfolgversprechend sind.

10 Millionen Euro Preisgelder hat Carlsen bisher gewonnen.

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100 Millionen US-Dollar wollte US-Schachspieler Hans Niemann von ihm vor Gericht einklagen, weil Carlsen ihn der Manipulation beschuldigt hatte. Der Streit endete in einem außergerichtlichen Vergleich – und soll demnächst als „Checkmate“ verfilmt werden.