Mika Vermeulen vor den Olympischen Winterspielen

Mika Vermeulen sprach über Penis-Manipulationen im Skisport. Foto: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com | EXPA

Penis-Tricks im Skisport: „Ein, zwei Zentimeter“ kosten Meter

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Mit Aussagen über Betrug und Tricksereien mit dem Penis beim Skispringen sorgt der Langläufer und frühere Nordische Kombinierer Mika Vermeulen für Aufsehen. „Als ich das erste Mal Messungen vornehmen sollte, kamen einige der älteren und erfahreneren Springer zu mir und sagten: ,Es ist sehr wichtig, dass du deinen Penis mit Klebeband festklebst, denn so wird dein Schrittmaß ein oder zwei Zentimeter niedriger’“, sagte Vermeulen im Podcast „Skirious problems“. 

Vermeulen erklärte: „Je tiefer dein Schritt ist, desto mehr Luftwiderstand bekommst du.“ Mit Manipulationen könne man mehrere Meter mit Springen rausholen. „Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit Doping.“

Weltverband greift mittlerweile härter durch

Der 26 Jahre alte Österreicher betont allerdings auch, dass es sich um Erinnerungen aus seiner Schanzen-Zeit handele. „Ich habe keine Ahnung, was heutzutage im Skispringen los ist“, sagte er. Vermeulen wechselte zur Saison 2018/19 von der Kombination zum Langlauf. 

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Nach dem Skandal um manipulierte Skisprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hat der Weltverband FIS die Kontrollen verschärft. So wurde unter anderem ein System mit Gelben und Roten Karten eingeführt. Eine Gelbe Karte fungiert bei der ersten Disqualifikation eines Athleten als Verwarnung.

Vermeulen kritisiert Bestrafungssystem

Vermeulen hält davon nichts. „Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für eine bestimmte Zeit gesperrt werden und keine Karte kriegen“, sagte er und erhebt schwere Vorwürfe: „Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich. Und sie rechtfertigen das einfach damit, dass sie sagen: ,Ja, ja, aber alle anderen machen das auch´.“ 

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Beim norwegischen Sender NRK sagte Vermeulen später: „Ich sage nicht, dass alle betrügen. Ich sage nur, dass man eine schlechte Kultur schafft, wenn Betrug nicht streng bestraft wird. Und das ist eine gefährliche Kultur. Man schafft eine Kultur, in der es in Ordnung ist, nach Schlupflöchern zu suchen.“ (dpa/lam)

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