Philipp Raimund gewann in Predazzo olympisches Gold.

Philipp Raimund gewann in Predazzo olympisches Gold. Foto: WITTERS

„Dachte an meine Freundin“: Olympiasieger verweigert Sprung von der Schanze!

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Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat seine aufsehenerregende „Verweigerung“ am Holmenkollen mit Gedanken an seine Liebsten begründet. „Ich dachte an meine Freundin“, sagte Raimund dem norwegischen Rundfunk NRK und ergänzte: „Mein erster Gedanke war: Was würde sie dazu sagen? Mir kam sofort in den Sinn, dass sie immer sagt, das Wichtigste sei meine Sicherheit und eine sichere Landung, egal bei welchem Wetter.“

Auch der Rest seiner Familie habe eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt, in Oslo vom Bakken zu steigen. „Es gibt viele Menschen, die mich gerne wieder zu Hause haben“, sagte er. Raimund hatte beim Windchaos am Holmenkollen spontan auf einen Sprung verzichtet, der Weltcup wurde letztlich nach einem Durchgang abgebrochen.

Raimund verzichtet am Holmenkollen: „Den Scheiß mache ich nicht mit!“

„Ich springe nicht. Den Scheiß mache ich nicht mit“, hatte Raimund gesagt. Zuvor hatte er mitangesehen, wie sein Teamkollege Felix Hoffmann wild durch die Luft getrudelt und nur mit Mühe unversehrt gelandet war. Bei der Konkurrenz erntete der Deutsche Anerkennung für seinen Schritt. „Das zeigt, dass er ständig Risikobewertungen vornimmt. Niemand verzichtet gerne auf ein Weltcupspringen, das zeugt von Reife“, sagte der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal und erklärte: „Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, solltest du auch nicht springen.“

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Auch Renndirektor Sandro Pertile äußerte sich respektvoll über Raimund. „Wir drängen niemals einen Athleten zu springen, das ist einzig und allein ihre Entscheidung. Wenn er sich nicht wohl gefühlt hat, hat er die richtige Entscheidung getroffen.“ Die Entscheidung der Jury, den ersten Durchgang durchzuziehen, verteidigte er. „Wir sind ohne Sturz durchgekommen, was für uns immer das Wichtigste ist.“

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