Khyri Thomas im Duell mit Kenneth Ogbe

Der frühere NBA-Spieler Khyri Thomas (l., gegen Towers-Profi Kenneth Ogbe) ist der Star im Team des Mitteldeutschen BC, der den Deutschen Basketball Bund mit der Ausrichtung eines Final-Four-Turniers in Rage gebracht hat. Foto: WITTERS

Nächster Towers-Gegner richtet Final Four aus – und sorgt damit für Riesen-Ärger

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Das anstehende Europapokal-Finale der ENBL in Weißenfels stößt beim Deutschen Basketball-Bund (DBB) auf Kritik. „Die sogenannte ENBL ist eine Liga ohne jede Legitimation seitens des Basketball-Verbandes FIBA Europe und eine Liga ohne jede Relevanz, da allenfalls fünftklassig“, sagte Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt.

Der Bundesligist Syntainics MBC, am Freitag der nächste Gegner der Veolia Towers Hamburg, richtet das Final Four am 22. und 23. April aus. In der European North Basketball League sind vor allem Teams aus Nord-, Ost- und Mitteleuropa vertreten. In Deutschland ist die Liga bislang nur wenig bekannt, aus der Bundesliga ist diese Saison nur der MBC dabei.

Große Verstimmung zwischen dem DBB und dem MBC

Laut Brenscheidt habe der DBB dem MBC die Verärgerung und Ablehnung des Turniers mitgeteilt. Das wiederum verwunderte MBC-Geschäftsführer Martin Geissler. „Es gab null Kontakt mit dem DBB über dieses Thema“, sagte der Manager.

„Ich finde so eine Kommunikation gegenüber einem BBL-Klub in erster Wahrnehmung irritierend. Zumal unsere Kontaktdaten bekannt sein sollten. Die Leistung des MBC wird hier nicht respektiert.“ Lediglich zum Thema Schiedsrichter habe es im vergangenen Sommer einen einmaligen Austausch gegeben.

Mitteldeutscher BC trifft im Halbfinale des Cups auf Manchester

Der MBC richtet das Turnier auf eigene Kosten aus, und möchte nach 2004 den zweiten Europapokal der Klubgeschichte gewinnen. „Ich lade den DBB gern ein, um sich von den Standards zu überzeugen“, sagte Geissler. Im Halbfinale trifft der MBC am 22. April (20 Uhr) auf den britischen Meisterschaftshalbfinalisten Manchester Basketball. Das Finale findet am 23. April um 20 Uhr statt.

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Im Basketball werden Europapokal-Wettbewerbe nicht ausschließlich vom internationalen Dachverband organisiert, wie es zum Beispiel im Fußball der Fall ist. Wettbewerbe wie die European North Basketball League (ENBL), die Euroleague und der Eurocup sind privatwirtschaftlich organisiert. Der Kontinentalverband FIBA Europe richtet die Champions League und den FIBA Europe Cup aus. Ausschließlich sportlich qualifizieren kann man sich nur für die FIBA-Wettbewerbe. Bei den anderen Wettbewerben werden Mannschaften eingeladen oder sie sind Gesellschafter. (dpa/dj)

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