Sven Hannawald im Interview bei seinem Job als ARD-Skiskprung-Experte

Sven Hannawald rät Weltmeister Marius Lindvik (Norwegen) zum Verzicht auf seinen Titel. Foto: IMAGO/Eibner

Nach WM-Skandal: Hannawald würde WM-Gold abgeben

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Skisprung-Ikone Sven Hannawald hat dem Norweger Marius Lindvik einen Verzicht auf den im März errungenen WM-Titel nahegelegt. „Wenn ich als Lindvik die Medaille sehen würde – ich würde nur den Kack sehen. Klar, er wird sie behalten – aber ich glaube, ich würde sie abgeben. Was willst du denn damit?“, sagte der ARD-Experte beim Weltcup in Lillehammer.

Lindvik hatte bei der WM im Februar Gold von der Normalschanze vor Andreas Wellinger gewonnen. Eine Woche später wurde er nach der Entscheidung von der Großschanze disqualifiziert, da durch ein geheim aufgenommenes Video Manipulationen an seinem Anzug nachgewiesen worden waren.

Hannawald kritisiert Sperre gegen Lindvik

„Der WM-Titel steht noch. Wenn ich aktiv wäre, ich wäre da vom Allerfeinsten durchgedreht“, sagte Hannawald. Lindvik wurde eine Beteiligung an dem Anzugskandal nicht nachgewiesen, später wurde er dennoch für drei Monate gesperrt. „Aber die Sperre war im Sommer – was keinen interessiert. Die Sperre jetzt wäre das Richtige“, so Hannawald.

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Gleichzeitig zeigte sich Hannawald hoffnungsvoll, dass die schärferen Regeln nun Wirkung zeigen. „Sie haben einen Weg gefunden, die Anzüge in den Griff zu bekommen. Das funktioniert jetzt“, sagte der Vierschanzentourneesieger von 2001/02: „Die Hoffnung ist, dass alle Beteiligten merken, was sie für die Sportart angerichtet haben. Aber ich habe Zähneknirschen, was den WM-Titel angeht. Der müsste für Wellinger stehen.“ (sid/fwe)

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