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Nach Liebestrip mit Sophia Thomalla: Zverev erlebt böse Montréal-Pleite

Alexander Zverev mit Stirnband schlägt nach vorne; oben links ein Zverev mit Sophia Thomalla mit sitzendem Paar.
Zwischen Liebesurlaub und Titeljagd: Alexander Zverev auf dem Platz, oben links mit Sophia Thomalla bei entspannten Stunden auf dem Wasser.

Alexander Zverev wollte nach seinem Urlaub mit Sophia Thomalla und dem Training bei Rafael Nadal in Montréal angreifen. Doch sein erstes Match endet mit einer bitteren Überraschung.

Erst Liebesurlaub mit Sophia Thomalla, dann Training mit Rafael Nadal – doch Alexander Zverevs Start in den nordamerikanischen Hartplatzsommer ist misslungen. Beim Masters in Montréal verlor der Hamburger überraschend sein Auftaktmatch gegen Tallon Griekspoor mit 7:6 (7:3), 2:6, 4:6.

Nach einigen entspannten Tagen auf Mallorca landete Zverev gut gelaunt in Kanada – und machte sich dort sofort wieder an die Arbeit. Unter der Anleitung seines Vaters Alexander senior feilte der 29-Jährige im Training an der Hartplatzversion seines offensiven Spiels.

Alexander Zverev genoss seinen Urlaub mit Freundin Sophia Thomalla

Die Zeit nach Wimbledon hatte Zverev zunächst für eine kurze Auszeit auf Ibiza genutzt. Den Großteil seines Urlaubs verbrachte er jedoch auf Mallorca. An seiner Seite: Freundin Sophia Thomalla, Familiendackel Buba und einige Freunde.

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Gemeinsam genossen Zverev und Thomalla die freie Zeit auf der spanischen Ferieninsel. Bilder zeigten das Paar unter anderem entspannt auf einer Jacht. Doch der Trip war für Deutschlands Tennisstar nicht nur Liebesurlaub, sondern zugleich die Vorbereitung auf die nordamerikanische Hartplatzsaison.

Zverev bereitete sich in der Academy von Rafael Nadal vor

„Es ist immer sehr interessant, seine Meinung zu meinem Spiel zu hören“, sagte Zverev über den Austausch mit dem 22-maligen Grand-Slam-Champion Rafael Nadal. Er habe bereits seit zehn Jahren gegen Nadal gespielt. Deshalb sei dessen Einschätzung besonders wertvoll – sowohl bei den Dingen, die Zverev bereits gut mache, als auch bei den Bereichen, in denen er sich noch verbessern könne.

Toni Nadal macht beim Turnier in Monte Carlo ein Selfie mit einem Fan.
Toni Nadal macht beim Turnier in Monte Carlo 2019 ein Selfie mit einem Fan.

Denn zur Reisegruppe gehörte auch Spaniens Tennisikone Rafael Nadal. Die früheren Rivalen verbrachten zunächst gemeinsam Zeit auf dem Wasser, später arbeitete Zverev in der Rafa Nadal Academy in Manacor an seinem Spiel.

Onkel Toni Nadal gab Zverev wertvolle Tipps

Besonders intensiv arbeitete der Hamburger mit Nadals Onkel Toni zusammen, der seinen Neffen über viele Jahre zu dessen größten Erfolgen geführt hatte. „Er war mir eine große Hilfe“, sagte Zverev.

Schon im vergangenen Jahr hatte er nach seinem enttäuschenden Erstrunden-Aus in Wimbledon mit Toni Nadal trainiert. Damals war sogar über eine langfristige Zusammenarbeit spekuliert worden, zu der es letztlich aber nicht kam. Der Kontakt zur Nadal-Familie ist dennoch geblieben.

Zverev startete mit einem Freilos beim Masters in Montréal

„Ich möchte mich weiterhin jeden Tag verbessern. Daher war es eine enorme Hilfe, sie an meiner Seite zu haben“, sagte Zverev über seine Vorbereitung auf Mallorca.

Ausgezahlt hat sich die Mischung aus Liebesurlaub und hartem Training in Montréal zunächst nicht. Nach einem Freilos stieg Zverev erst in der zweiten Runde ein – und unterlag dort überraschend Tallon Griekspoor. Zuvor hatten heftige Gewitter und starker Regen den Spielplan durcheinandergebracht. Am Sonntag hatte es in Montréal sogar eine Tornado-Warnung gegeben.

Hanfmann und Altmaier starteten mit Siegen in Montréal

Die Folge: Zverev musste seine Trainingseinheiten verschieben. Vor allem aber konnte auf den Courts am Sonntag fast gar nicht und am Montag wenig gespielt werden. Wegen des Wetters hatte auch das Duell zwischen Lorenzo Sonego und Tallon Griekspoor später als geplant stattgefunden. Griekspoor setzte sich durch und wurde damit Zverevs erster Gegner in Kanada. Zverev gewann zwar den ersten Satz im Tiebreak, verlor anschließend jedoch zunehmend den Zugriff auf die Partie. Griekspoor holte sich den zweiten Satz deutlich und entschied auch den dritten Durchgang für sich.

Unter den wenigen Matches, die gespielt werden konnten, waren auch schon drei mit deutscher Beteiligung. Yannick Hanfmann (6:1, 4:6, 6:2 gegen den Franzosen Benjamin Bonzi) und Daniel Altmaier (6:7 (2:7), 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Australier Aleksandar Vukic) erreichten die zweite Runde. Wimbledon-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff verlor 1:6, 6:3, 1:6 gegen den US-Amerikaner Alex Michelsen. Einige von Zverevs größten Konkurrenten fehlen beim Masters allerdings.

Sinner, Djokovic und Alcaraz fehlen in Montréal

Jannik Sinner gönnte sich nach seinem Wimbledonsieg eine Kreuzfahrt, Novak Djokovic reiste zur Fußball-WM in die USA und Carlos Alcaraz arbeitete nach einem kurzen Besuch beim Finale an seinem Comeback. Alle drei verzichteten auf einen Start in Kanada.

Damit war Zverev ohne mehrere seiner größten Konkurrenten als einer der Favoriten ins Turnier gegangen. Umso schwerer wiegt sein frühes Aus gegen Tallon Griekspoor. Statt Selbstvertrauen für die kommenden Wochen zu sammeln, muss der Hamburger nun einen unerwarteten Rückschlag verkraften. Über Cincinnati führt sein Weg schließlich nach New York, wo am 30. August die US Open beginnen.

Zverev will sein Tennisjahr in Nordamerika veredeln

Nach seinem Triumph bei den French Open und dem Einzug ins Wimbledonfinale kann Zverev weiterhin auf ein außergewöhnliches Tennisjahr zurückblicken. Die Saison sei bislang „gut, aber noch nicht vorbei“, sagte er vor seinem Abflug nach Nordamerika.

Die Niederlage in Montréal ändert daran zwar nichts, erhöht aber den Druck vor den kommenden Aufgaben. Spätestens bei den US Open will der Hamburger zeigen, dass das frühe Scheitern in Kanada nur ein Ausrutscher war.

Der Urlaub mit Sophia Thomalla und die Trainingseinheiten bei der Nadal-Familie hatten Zverev eigentlich optimal auf den nordamerikanischen Hartplatzsommer vorbereiten sollen. Nach dem frühen Aus in Montréal muss der Hamburger nun jedoch schnell wieder in die Spur finden. (sid/mkw/apa)

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