Alfred Gislason lacht in der Auszeit

Handball-Bundestrainer Alfred Gislason bewahrte seine Mannschaft gegen Frankreich vor einem Ballverlust. Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

Nach harter Kritik: Handball-Trainer Gislason rächt sich mit Super-Aktion

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Auf den Buzzer-Blackout folgte der Buzzer-Boost: Alfred Gislason musste noch lange nach der Schlusssirene über sein perfektes Auszeit-Timing herzhaft lachen.

„Ich habe vielleicht zehnmal in meiner Karriere so gezockt mit der Auszeit. Gegen Serbien war das das erste Mal, wo ich falschgelegen habe. Deswegen hat mich gefreut, dass es diesmal auch wieder richtig war. Endlich mal wieder“, sagte der Handball-Bundestrainer mit einem schelmischen Grinsen nach dem Halbfinal-Einzug bei der EM in Dänemark.

Alfred Gislason scherzt nach dem Einzug ins EM-Halbfinale

Gislason hatte im entscheidenden Hauptrunden-Finale gegen Frankreich (38:34) in der 51. Minute beim Stand von 30:28 für Deutschland auf den Buzzer gehauen – genau in dem Moment, als Nils Lichtlein einen riskanten Pass auf Johannes Golla spielte. Der Bundestrainer stoppte damit die Aktion rechtzeitig und verhinderte einen potenziell spielentscheidenden Ballverlust.

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„Ich habe gesehen, es kommt ein Pass, der schwierig sein könnte, dass Golli ihn fängt“, erklärte Gislason später. Wenn Golla den Ball gefangen und ein Tor gemacht hätte, „dann würden wir alle ein bisschen anders reden. Aber so ist das Leben.“ Co-Trainer Erik Wudtke nahm Gislason in der Situation in den Arm und musste wie sein Chef grinsen. Unmittelbar nach der Auszeit verwandelte Franz Semper zum zwischenzeitlichen 31:28.

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In der Vorrunde war Gislason nach einer ganz ähnlichen Situation kritisiert worden. Gegen Serbien hatte er beim Stand von 25:26 Sekundenbruchteile zu früh auf den Buzzer gedrückt – der vermeintliche Ausgleichstreffer von Juri Knorr zählte nicht. Deutschland verlor, Gislason übernahm anschließend die volle Verantwortung für die überraschende Niederlage. (sid/hmg)

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