Gordon Herbert an der Seitenlinie

Gordon Herbert spricht offen über seine Erkrankung. Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Nach Corona-Erkrankung: Weltmeister-Trainer musste um sein Leben fürchten

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Ex-Bundestrainer Gordon Herbert, der die deutsche Basketball-Nationalmannschaft 2023 zum WM-Titel geführt hatte, litt im vergangenen Jahr unter schweren gesundheitlichen Problemen, darunter eine Herzmuskelentzündung. Der 67 Jahre alte Kanadier sagte rückblickend in einem Interview des Portals „basketball-world.news“: „Ich lag mit Myokarditis und einem weiteren Herzschlag im Bett und fragte mich, ob ich das durchstehen könnte.

Das sei schon sehr bedrohlich gewesen, betonte Herbert: „Ich weiß, dass Menschen schon daran gestorben sind.“ Es passierte während seiner Zeit als Chefcoach des FC Bayern. Er habe damals Covid gehabt und sehr darunter gelitten.

Herzmuskelentzündung bremste Gordon Herbert aus

„Letztlich hatte ich Glück, weil die Ärzte bei mir einen zusätzlichen Herzschlag entdeckt und mich aus dem Verkehr gezogen haben“, sagte Herbert. Bei ihm sei dann eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) festgestellt worden, zwei Herzklappen hätten sich nicht mehr richtig geschlossen.


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Er hatte von 2021 bis 2024 die deutsche Auswahl trainiert, danach war der ehemalige Coach unter anderem von Alba Berlin und den Skyliners Frankfurt nach München gewechselt. Mitte Oktober vergangenen Jahres stand Herbert dann mit Atemschutzmaske an der Seitenlinie, ehe er einige Partien fehlte. Nach drei Wochen habe er aber wieder gecoacht und dann hätten die Bayern entschieden, die Trainerposition zu verändern.

Weltmeister-Trainer: Ich hatte die Corona-Gefahr unterschätzt

„Es war eine schwere Zeit. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Covid so gefährlich sein könnte“, erinnerte sich Herbert. Er habe die Arbeit als Trainer über seine eigene Gesundheit gestellt. „Dafür habe ich einen Preis gezahlt. Es wurde wirklich schlimm und ich habe 16 bis 17 Stunden am Tag geschlafen. Ich war fast zweieinhalb Wochen im Bett.“

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Mittlerweile geht es Herbert, der im Juli seine Arbeit als Nationaltrainer Kanadas aufnimmt, wieder gut. „Die Ärzte haben jede Menge Tests gemacht und gesagt, dass ich das Herz eines 40-Jährigen habe. Das hat mir in dieser Zeit geholfen, dass ich das durchstehen konnte.“ (dpa/dj)

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