„Müssen uns nicht verstecken“: Großflottbeker Frauen kämpfen um Hockey-Titel
Hat dieses Märchen ein Happy End? Die Hockeydamen des Großflottbeker THGC spielen am Samstag um 14 Uhr zum ersten Mal in der Vereinshistorie im Final Four der Bundesliga mit. Nachdem sie sich im Viertelfinale überraschend gegen den Club an der Alster durchgesetzt hatten, fahren sie nun nach Krefeld, um im Halbfinale gegen Düsseldorf um den Einzug ins Endspiel zu kämpfen. Gelingt dem Außenseiter erneut der Coup? Geschichte geschrieben haben sie ohnehin schon.
„Es ist immer wieder ein Gänsehautmoment”, sagt Kapitänin Kaja Hansen der MOPO. Während sie an den Erfolg vom Sonntag denkt, „kommen genau die gleichen Gefühle wie am Wochenende wieder hoch“. Der verwandelte Penalty von Paula Emilie Velmans gegen den Club an der Alster hatte diese Emotionen ausgelöst – und ermöglicht, wovon vorher in Flottbek nur geträumt wurde: den Einzug ins Final Four.
Hockey: Großflottbeker THGC steht erstmals im Final Four
Im Hockey kämpfen die ersten acht Plätze in den Playoffs um die Meisterschaft. Dabei besteht das Viertelfinale aus maximal drei Partien, denn es kommt die Mannschaft weiter, die zwei Spiele für sich entscheiden kann. In der Abschlusstabelle der Liga stand der GTHGC mit 30 Punkten auf Platz sechs, während die Alster-Damen mit 47 Punkten auf Rang drei als klare Favoritinnen galten. Doch bereits im ersten Spiel vor zwei Wochen gewann Flottbek überraschend mit 1:0 – dank des späten Siegtreffers von Nationalspielerin Jette Fleschütz, die einen Großteil der Saison verletzungsbedingt verpasst hatte
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„Einfach ein Vorbild“, lobt Kapitänin Hansen das 22-jährige Talent: „Eine ganz wichtige Säule im Team – spielerisch, aber auch menschlich.“ Trotz des Abstiegskampfes der vergangenen Jahre war Fleschütz dem Verein stets treu geblieben. Hansen bewundert diese Loyalität: „Da kann man sich immer eine Scheibe von abschneiden.“
Am vergangenen Wochenende machte Flottbek die Sache dann endgültig klar und gehört schon jetzt zu den besten vier Teams in Deutschland. Grund dafür war laut der Verteidigerin auch die Unterstützung der blau-weißen Fans: „Für uns fühlte sich das an wie zwei Heimspiele, obwohl wir bei Alster gespielt haben“, sagt die 29-Jährige, die bereits seit 2014 für den Bundesligisten aufläuft. „Dann ist es auch schön, dass man das sogar zurückgeben kann an so einen Verein. Dass man sagt: ,Wir kämpfen auch für euch und wir vertreten euch jetzt beim Final Four‘.“
Großflottbeker Hockey-Team muss gegen Düsseldorf ran
Im K.o.-Spiel in Krefeld erwartet sie nun der Düsseldorfer HC, welcher als Zweiter in die Playoffs gegangen war. In der regulären Saison konnte der DHC beide Duelle mit den Hamburgerinnen für sich entscheiden (2:1 und 3:2). Davon beunruhigen lässt sich Hansen jedoch kaum – im Gegenteil: „Wir müssen uns überhaupt nicht verstecken“, betont sie. „Wir haben keinen Druck. Die sind die Favoriten. Wir können komplett befreit aufspielen.“
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Jetzt gehe es nur noch darum, zu genießen, „dass wir jetzt einfach wirklich die Saison belohnen dürfen, indem wir da stehen. Und jeder freut sich und ist unglaublich heiß!“ Geschichte haben sie schon geschrieben – doch ihr Ende ist noch offen.