Kennedy Kimutai, Marion Kibor, Rebecca Tanui und Bernard Kiprop Koech zeigen ihre Namensschilder bei einer Pressekonferenz

Kennedy Kimutai, Marion Kibor, Rebecca Tanui und Bernard Koech (v.l.) gehören zu den Favoritinnen und Favoriten beim 40. Haspa Marathon in Hamburg. Foto: WITTERS

Marathon in Hamburg: Ärger über Ausfälle wegen Visums-Problemen

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Am Sonntag sollten alle Hamburger etwas mehr Zeit einplanen, wenn sie durch die Stadt kommen wollen, aufgrund des 40. Haspa Marathons werden viele Straßen gesperrt sein. Sie könnten aber natürlich auch einfach als Zuschauer an die Strecke kommen – denn auch im Jubiläumsjahr gehen internationale Top-Athletinnen und -Athleten und den Start. Probleme machte hingegen die Vergabe von Visa für mehrere Elite-Sportler.

Angeführt wird das Marathon-Feld bei den Männern vom Kenianer Bernard Koech. Der 38-Jährige gehört nach seinen Siegen in Hamburg in 2023 und 2024 erneut zum engsten Favoritenkreis. Koech stellte bis zum vergangenen Jahr die Streckenbestzeit (02:04:09 Stunden, 2023). Diese wurde jedoch 2025 von seinem Landsmann Amos Kipruto (02:03:46 Stunden) unterboten.

Koech will den in Hamburg zum dritten Mal gewinnen

„Hamburg ist wie mein zweites zu Hause. Ich bin sehr dankbar, wieder hier an den Start gehen zu können“, zeigte sich Koech voller Vorfreude auf den Lauf am Sonntag. Am Wochenende läuft Koech unter anderem gegen seinen Freund und Trainingspartner Kennedy Kimutai, der sein Debüt in Hamburg geben wird. „Wir sind beide in guter Form“, ließ dieser offen, ob er oder sein kenianischer Landsmann Koech als Favorit starten würde.

Koech, der seine bisherigen Preisgelder in Viehzucht und Kaffee- sowie Teeanbau investiert hat, will seinen dritten Sieg in Hamburg feiern. Kimutai konnte bislang noch keinen Marathon gewinnen. „Vielleicht kann ich in Hamburg das erste Mal gewinnen“, sagte er hoffnungsvoll. „Im Marathon geht es um Erfahrung, Alter ist nur eine Zahl“, verriet der 38-Jährige schmunzelnd mit Blick auf sein Alter.

Kibor will beim Marathon in Hamburg neue Bestzeit aufstellen

Bei den Frauen sorgt unter anderem Rebbeca Tanui für internationale Erfahrung. Die 33-jährige Kenianerin gewann bereits die Marathons in Venedig und Wien. Auch ihre Landsfrau Marion Kibor (31) wird sich am Wochenende wieder in den 42,195 Kilometer langen Lauf stürzen. Kibor konnte sich 2023 schon einmal in Hamburg beweisen und auf den fünften Platz laufen (2:22:35 Stunden). „Ich hoffe, dass ich bei gutem Wetter am Sonntag eine neue Bestzeit laufen kann“, sagte sie.

Nicht ganz so positiv gestimmt zeigte sich Marathon-Geschäftsführer Frank Thaleiser. Grund waren Visa-Probleme, die besonders die Qualität des Frauenfeldes einschränkten. Demnach konnten drei der vier Top-Athletinnen aus Äthiopien nicht anreisen, da ihnen kein Visum ausgestellt worden sei.

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„Es ist dieses Jahr sehr kompliziert. Gerade, was Visa-Problematiken anbelangt, haben wir eine Menge Ausfälle gehabt“, berichtete Thaleiser. Das Problem betreffe sowohl Pacemaker als auch Top-Athleten. „Das liegt vielleicht an der aktuellen Weltsituation“, so Thaleiser. „Es ist tatsächlich so, dass es an den deutschen Botschaften besondern streng zugeht. Wenn da jemand verletzt ausfällt und wir 41 Tage vorher ein neues Visum anfragen, dann sagt die deutsche Botschaft: ,Das sind 41 Tage und nicht 45‘“, erläuterte Thaleiser die strikten deutschen Regeln, die eine Frist von 45 Tagen vorsehen. Dennoch sei Thaleiser zufrieden mit dem Feld bei den Frauen. „Vorher war das Feld Weltklasse, jetzt sind wir halt bei super.“

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