Marathon in Hamburg: Deutscher Top-Athlet vor KI-Debüt
Am Sonntag gehen beim ausverkaufen Haspa-Marathon in Hamburg insgesamt 46.000 Menschen an den Start. Neben den Amateuren und der internationalen Spitze stürzen sich auch beim Jubiläumsmarathon wieder deutsche Sportler mit großen Ambitionen in den 42,195 Kilometer langen Lauf. Einer von ihnen hofft nach der Hilfe der Künstlichen Intelligenz auf ein erfolgreiches Marathon-Debüt.
Es ist die 40. Auflage des Haspa-Marathons. Das letzte Mal, dass sich eine deutsche Läuferin aufs Podium stellen durfte, ist schon zehn Jahre her. 2016 lief Anja Scherl mit einer Zeit von 02:27:28 Stunden auf den dritten Platz. Letzte deutsche Siegerin wurde 2002 Sonja Oberem (02:26:21 Stunden). Bei den Männern ist es sogar über 25 Jahre her. Der letzte, dem es gelang, in die Top 3 zu laufen, war Carsten Eich 1999 (02:13:35 Stunden). Der letzte deutsche Sieger beim Marathon war Jörg Peter 1990 (02:11:49 Stunden).
Fitwi will es in die Top 3 schaffen
Auch in diesem Jahr nicht damit zu rechnen, dass ein Deutscher nach ganz oben läuft. Zu stark ist das internationale Elitefeld rund um Kenianer Bernard Koech. Davor schrecken die deutschen Top-Läufer jedoch nicht zurück. „Ich bin optimistisch, dass ich eine persönliche Bestzeit laufe“, kündigte der deutsche Top-Marathoni Samuel Fitwi (aktuelle Bestzeit: 02:04:56 Stunden) an. Das große Ziel des 30-Jährigen bei seiner ersten Teilnahme in Hamburg sei es, „im eigenen Land in die Top 3 zu kommen“.
Fitwi habe bislang nur Gutes vom Hamburger Klassiker gehört. Besonders von der guten Stimmung habe er sich überzeugen lassen. „Ein Kumpel von mir hat gesagt, dass die Stimmung hier super ist. Das pusht einen noch mal extra.“ Zudem motiviere ihn zusätzlich, dass er es als erster Deutscher seit 27 Jahren aufs Podium schaffen könnte.
Auch an den Start gehen wird Aaron Bienenfeld. Der 28-Jährige ist bislang eher von kürzeren Strecken bekannt und wird sich erstmals an der Marathon-Distanz versuchen. „Ich habe mich sehr stringent auf genau dieses Event vorbereitet, habe alles unter diesen Stern gestellt und“, erzählte Bienenfeld.„Ich werde auf jeden Fall ein bisschen etwas riskieren wollen“, kündigte er an.
Vorbereitung mit KI: Bienenfeld vor Marathon-Debüt
Dass Bienenfelds Wahl für seinen ersten Marathon auf Hamburg fiel, hat einen besonderen Grund. „Ich wollte immer schon in Deutschland das Debüt haben. Hier seinen Namen zu hören und die Möglichkeit zu haben, dass die Familie vorbeikommt, das ist eine schöne Sache“, so Bienenfeld. Aber das sei nicht der einzige Grund gewesen. „Ich habe tatsächlich Berlin, Frankfurt und Hamburg in ChatGPT eingegeben und die Strecken vergleichen lassen“, gab er zu. Mithilfe der Künstlichen Intelligenz habe sich dann Hamburg als Favoriten herausgestellt. „Mir gefällt es, dass es nicht einfach zweimal dieselbe Runde ist. Man sieht viel von der Stadt und die Strecke ist gut.“
Innen- und Sportsenator Andy Grote zeigte sich, auch mit Blick auf die Olympia-Bewerbung Hamburgs, voller Vorfreude auf den Marathon. „Das ist die größte Sportveranstaltung, die wir hier haben. Der Marathon zeigt, was in Hamburg steckt.“ Neben 20.000 Teilnehmenden beim Marathon laufen 8.000 Menschen den Halbmarathon, 6000 Menschen die Staffeln (1500 Staffeln à vier Teilnehmenden) sowie 12.000 Kinder und Jugendliche das Zehntel (4,2195 Kilometer), das am Samstag stattfindet und bereits nach 71 Minuten ausverkauft war.
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Um das Sicherheitskonzept und die bestehenden Baustellen auf der Strecke, machen sich Grothe und Organisator Frank Thaleiser keine Sorgen. „Wir haben große Erfahrung“, so Grote. „Die Bedingungen werden bestens sein“, versicherte Thaleiser. Am Sonntagmorgen werden Fitwi, Bienenfeld und Co. an den Start gehen. Nach zwei „lockeren“ Zehn-Kilometer-Läufen („Ich will es ruhig angehen lassen“) am Freitag und Samstag will Fitwi dann sein großes Ziel, den Podiumsplatz, in Angriff nehmen.
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