Live bei Netflix: Tyson Fury will Hackfleisch aus dem Gesicht seines Gegners machen
Tyson Fury kehrt wieder einmal aus dem Ruhestand zurück. Und der „Gypsy King“ hat Großes vor.
Das Geprotze hat Tyson Fury natürlich nicht verlernt. Er sei der „Moneyman“ im Boxsport und der „Topmann“ im Schwergewicht, betonte der Brite gut gelaunt vor seinem abermaligen Comeback, und sein neuer KI-Kumpel unterstützt den Ex-Weltmeister in seinen Ansichten. „Das ist mein sechster Stadionkampf in Folge“, sagte Fury inmitten seines nächsten Sprüche-Feuerwerks: „Wer hat das vor mir geschafft? ChatGPT sagt: Keiner.“
Tyson Fury fühlte sich von der KI zum Comeback ermutigt
Die KI hatte ihn nach eigenen Angaben schon dazu ermutigt, überhaupt wieder in den Ring zu steigen – und das tut der „Gypsy King“ 476 Tage nach seinem letzten Profikampf am Samstag gegen den in Kanada lebenden Russen Arslanbek Makhmudov. Das Spektakel wird live auf Netflix übertragen, 60.000 Zuschauer werden im Tottenham Stadium dabei sein. Die nächste Millionen-Gage ist Fury sicher.

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Doch was treibt den 37-Jährigen außer Geld an? Er sei gelangweilt vom „normalen Leben“, sagte Fury, „immer die Kinder zur Schule bringen und mit dem Hund raus. Ich habe das Boxen vermisst“. Nun hat er Großes vor und will als „Jäger“ wieder auf den Thron. „Jeder, der einen WM-Gürtel hat, wird gejagt“, betonte Fury.
Über ein Duell mit dem britischen Ex-Weltmeister Anthony Joshua, der nach seinem schweren Autounfall in Nigeria Ende Dezember ins Training zurückgekehrt ist, wird bereits spekuliert. Und auch der Name Oleksandr Usyk fällt natürlich. Der Dreifach-Champion aus der Ukraine hat Fury seine einzigen zwei Pleiten in 37 Profikämpfen beigebracht. Auch wenn Fury nach der letzten im Dezember 2024 in den Ruhestand gegangen war, blieb stets offenkundig, dass er die Chance auf ein drittes Duell wahrnehmen würde, wenn sie sich böte.
So wirklich lang war Fury ohnehin noch nie in Box-Rente geblieben, am längsten nach seinem Sieg über Wladimir Klitschko zwischen 2015 und 2018 infolge einer Lebenskrise inklusive Depressionen, Drogen- und Dopingskandalen. Doch selbst seine Dämonen konnten den Edeltechniker mit dem losen Mundwerk nicht aufhalten, 2020 holte er sich den WM-Titel des WBC, den er erst an Usyk verlieren sollte.
Fury strebt einen weiteren WM-Kampf an
Fury ist sich sicher, dass er eine weitere WM-Chance bekommt – und dafür aufgrund seiner Strahlkraft gar nicht so viel tun muss. „Der Weltmeister wird am Ende des Jahres darum betteln, gegen mich zu kämpfen“, sagte Fury. Doch erst einmal muss Fury an diesem Samstag überzeugen, es braucht eine Machtdemonstration.
Der Rahmen dafür ist klug gewählt. Die 60.000 Zuschauer werden im Tottenham Stadium für ihn jubeln, während Netflix den Kampf weltweit ausstrahlt. Der Gegner, ein Mann mit Fäusten aus Beton, mutet zwar bedrohlich an, wurde aber nicht zuletzt 2023 von Deutschlands Hoffnungsträger Agit Kabayel per Leberhaken demontiert.
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„Ich werde den Kopf von seinen Schultern schlagen“, tönte Fury am Donnerstag. Nach vier Runden, so Fury, werde Mackmudovs Gesicht zudem wie der Hackblock eines Metzgers aussehen. „Ich will eine Show abliefern. Ich will einen explosiven K.o.-Sieg“, sagte Fury, „und ich glaube, dass ich den auch holen werde.“ Fragt man ChatGPT, ist Fury jedenfalls der klare Favorit. (sid/tb)
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