Philip Weishaupt reitet auf seinem Pferd bei einem Turnier

Springreiter Philip Weishaupt kann derzeit nicht nach Doha reisen, da über dem Turniergelände Drohnen abgeschossen werden. Foto: IMAGO / Stefan Lafrentz

Kriegsdrohnen über dem Stadion: Sportevent in Nahost vor Absage

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Der Start der Reitsport-Serie Global Champions Tour am kommenden Wochenende in Katar ist angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mehr als fraglich. Über dem Turniergelände fliegen Drohnen und werden abgeschossen, berichtete der Springreiter Philipp Weishaupt mit Verweis auf die Pflegerin seiner Pferde in Doha. „Sie hat mir Videos geschickt, die Drohnen fliegen genau über die Zelte der Pferde“, sagte der Reiter.

Weishaupts Pferde sind seit einigen Wochen in Doha, wo der frühere Vize-Europameister bei mehreren Turnieren ritt. Der 40-Jährige wollte am Wochenende wieder nach Katar fliegen. „Aber alle Flüge sind gecancelt worden, ich bin zu Hause“, berichtete der Profi aus Riesenbeck in Nordrhein-Westfalen.

Weishaupt über Katar-Event: „Es gibt jetzt Wichtigeres“

Pferde anderer Reiter sollten am Samstag ab Lüttich fliegen, doch der Flieger blieb am Boden. Ein Flugzeug, in dem Pflegerinnen saßen, war schon unterwegs, musste jedoch wieder umkehren, wie Weishaupt berichtete. Betroffen sei auch sein Bruder Max, der mit den Pferden wieder zurück ins bayrische Jettingen gefahren ist. Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran wurde der Luftraum in mehreren Ländern geschlossen, dazu zählt auch der Golfstaat Katar.

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In Doha gibt es seit Anfang Januar mehrere Turniere, am Mittwoch soll im Al Shaqab Equestrian Center die erste Station der Global Champions Tour beginnen, die weltweit höchstdotierten Serie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das stattfindet“, sagte Weishaupt: „Es gibt jetzt auch Wichtigeres. Wir müssen schauen, wie wir die Pflegerinnen und die Pferde da sicher raus bekommen.“ (dpa/ea)

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