Hitzeschlacht bei den French Open: Zverev gewinnt und schimpft

Alexander Zverev in seinem Match gegen Benjamin Bonzi
Alexander Zverev hat die erste Runde bei den French Open ohne größere Probleme überstanden.

Alexander Zverev startet erfolgreich in die French Open. Bei großer Hitze schlägt der Hamburger den Franzosen Benjamin Bonzi klar – sieht aber noch Luft nach oben.

Alexander Zverev hat seine Titel-Mission bei den French Open mit einem souveränen Auftaktsieg begonnen. Der deutsche Tennisstar bezwang den französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi auf dem Court Philippe-Chatrier mit 6:3, 6:4, 6:2.

Zverev trifft jetzt auf Tomas Machac

Nach dem Match winkte Zverev kurz ins Publikum. Wirklich glücklich wirkte er nicht – eher erschöpft. Bei viel Sonne und hohen Temperaturen hatte der 29-Jährige solide gespielt, aber noch nicht perfekt.

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In der zweiten Runde trifft Zverev auf den Tschechen Tomas Machac. Für den Hamburger ist es der nächste Schritt auf dem Weg zu seinem großen Ziel: dem ersten Grand-Slam-Turniersieg seiner Karriere.

Zverev sieht Steigerungspotenzial bei den French Open

„Benjamin ist ein großartiger Spieler, aber ich weiß, je weiter es ins Turnier geht, desto besser werden die Gegner“, sagte Zverev nach dem Sieg im Interview auf dem Court Philippe-Chatrier. Er wisse, dass er sich für sein Titelziel steigern müsse.

Es sei aber besser, etwas langsamer zu starten, sagte Zverev weiter. So könne er sich im Turnierverlauf steigern.

Zverev ist größter Herausforderer von Jannik Sinner

Zverev hat in den vergangenen fünf Jahren in Roland Garros immer mindestens das Viertelfinale erreicht. Der Weltranglistendritte gilt als größter Herausforderer von Topfavorit Jannik Sinner.

Auf den italienischen Weltranglistenersten könnte Zverev erst in einem möglichen Finale treffen. Grund dafür ist der Startverzicht des verletzten Spaniers Carlos Alcaraz. Für Zverev ist es bereits der 41. Anlauf auf seinen ersten Grand-Slam-Titel.

„Wie ein Hartplatz mit Puderzucker obendrauf“

Wohl auch wegen der Hitze verzichtete Zverev auf ein dunkles Outfit. Er trat komplett in Weiß an. Die Bedingungen auf dem Hauptplatz kamen seinem Spiel entgegen.

„Bei 32 Grad ist das wie ein Hartplatz mit Puderzucker obendrauf“, sagte Bruder Mischa Zverev vor dem Match bei Eurosport. „Er ist super schnell, die Bälle springen hoch ab.“

Zverev kann mit variantenreichem Spiel punkten

Das lag Alexander Zverev. Vor allem bei eigenem Aufschlag spielte er zu Beginn druckvoll und variantenreich. Auch den Stopp setzte der Olympiasieger von 2021 immer wieder erfolgreich als taktisches Mittel ein.

Das entscheidende Break im ersten Satz holte Zverev zum 4:2. Dabei profitierte er von einem vermeidbaren Vorhandfehler seines Gegners.

Zverev zeigt sich unzufrieden mit seinem Spiel

Schon vor dem Match hatte Mischa Zverev angekündigt, dass sein Bruder die „etwas wacklige Vorhand“ des Franzosen oft anspielen werde. Doch auch bei Alexander Zverev stieg zwischenzeitlich die Fehlerquote.

Der Hamburger war phasenweise sichtlich unzufrieden. Mal mit seinem Schläger, mal mit den Platzbedingungen, mal mit sich selbst. Immer wieder suchte er den Austausch mit seiner Box.

Bonzi bricht nach zweitem Satz ein

Sinnbildlich war der zweite Satz. Zverev kassierte nach einigen Unkonzentriertheiten seinen ersten Aufschlagverlust zum 4:4. Doch direkt danach schlug er mit einem erneuten Break zurück.

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Den Satz sicherte er sich schließlich mit einem gefühlvollen Stopp. Danach war Bonzis Gegenwehr gebrochen. Der Franzose hatte beim Masters in Madrid dem Dominator Sinner noch einen Satz abgenommen.

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Gegen Zverev wurde das Match im dritten Satz aber einseitig. Nach 2:08 Stunden verwandelte der Hamburger seinen zweiten Matchball. (dpa/mp)