„Krasse Aufgabe“: Hindernis-Star Gesa Krause feiert Debüt auf anderer Distanz
Mit Töchterchen Lola spielen, ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen oder einfach mal nur auf dem Sofa liegen – kurz vor ihrem Marathon-Debüt will sich Gesa Felicitas Krause nach ihrem hammerharten Training einfach nur noch „erholen, Kraft tanken und mentale Ruhe finden“. Denn das Lauf-Ass weiß: Die 42,195 km am Sonntag durch Valencia werden „sehr, sehr cool“, aber auch „sehr, sehr anstrengend“.
Seit zehn Jahren ist Krause weltklasse über die 3000 m Hindernis, mit ihrem großen Kämpferherz begeistert sie seit eh und je ihre Fans – und wagt jetzt das Abenteuer auf der Straße. Für ihre Premiere hat sich die 33-Jährige die ultraschnelle Strecke in Valencia ausgesucht, die Wettervorhersagen für die Stadt am Mittelmeer sehen auch bestens aus. Und dennoch: Für die angepeilte Zeit von unter 2:30 Stunden (ab 8.05 Uhr im Live-Stream bei sportschau.de) muss alles passen.
Gesa Felicitas Krause feiert Marathon-Premiere
Es sei eine „krasse Aufgabe“, sagte Krause im SWR. Und für diese krasse Aufgabe hat Krause seit der Leichtathletik-WM in Tokio im September, als sie es in ihr siebtes WM-Finale schaffte, bis zu 150 Kilometer pro Woche im Training abgespult. Und nebenbei den Alltag als Mama gemeistert. „Bei uns ist wirklich immer Trubel. Ich will jetzt nicht sagen, dass es eine Katastrophe ist – es ist einfach immer viel los“, hatte Krause zuletzt der „Welt am Sonntag“ gesagt: „Und wenn nicht gerade Training und Laufen ansteht, sind es andere Dinge. Aber wir haben unseren Rhythmus gefunden, das funktioniert“.
Teilnahme am Hindernis-Lauf bei Olympia 2028 noch offen
Ob auch ihr Marathon-Ausflug funktioniert, wird sich am Sonntag zeigen. Noch hat sich Krause nicht entscheiden, ob ihre Hindernis-Karriere zu Ende ist. „Ich würde gerne noch ein paar Jahre weitermachen und dann stellt sich natürlich die Frage: Olympia 2028, bleibt man bei 3000-Meter-Hindernis oder gehe ich doch auf die längere Distanz“, sagte sie: „Jetzt muss ich erstmal einen laufen, um dann zu entscheiden, wie gut ich das finde, oder auch nicht.“
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Der deutsche Rekordhalter Samuel Fitwi (2:04:56 Stunden) und Amanal Petros, sensationeller Vize-Weltmeister von Tokio, haben längst entschieden, dass sie den Marathon richtig gut finden. Und beide werden sich in Valencia wohl ein Duell um einen deutschen Rekord liefern. „Vielleicht läuft einer von uns 2:04:30 Stunden und der andere ist dann vielleicht vier oder fünf Sekunden dahinter“, sagte Fitwi dem „Trierischen Volksfreund“: „Aber einer von uns wird einen neuen Rekord aufstellen. Das wird passieren“. (sid/jh)
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