Henseleit schlägt Golfball auf das VIP-Zelt und führt bei ihrem Heimspiel

Esther Henseleit macht einen Golfschlag bei den Amundi German Masters in Winsen.
Esther Henseleit sorgte auch abseits der Spielplan für Spektakel. Das Interesse der Zuschauer war groß.

„Sie kommt nicht, um nur mitzuspielen, sondern um zu gewinnen.“ Das hatte Turnierchef Dirk Glittenberg vor dem Start der Amundi German Masters im Green Eagle Golfclub in Winsen über Esther Henseleit gesagt. Enttäuscht wurde er an den ersten beiden Tagen ebenso wenig wie die Zuschauer. Die Lokalmatadorin und Topfavoritin geht bei der einzigen Deutschland-Station der Ladies European Tour (LET) als Führende ins Wochenende. Nicht einmal ein Schlag auf das Dach des VIP-Zelts konnte sie am Freitag stoppen.

Angefeuert von Familie, Freunden und zahlreichen Golf-Fans hatte Henseleit direkt zum Turnier-Auftakt am Donnerstag auf dem legendären „Nord Course“ (Par 73) vor den Toren Hamburgs eine starke 66er-Runde gespielt (sieben unter Par) und war damit von Beginn an ganz oben dabei. Am Freitag folgte für die 27-Jährige, die für den Hamburger Golf-Club Falkenstein antritt, eine 71er-Runde. Und das mit einem spektakulären Ende.

Kuriose Szene mit Henseleit am letzten Loch in Green Eagle

Auf der letzten Bahn, einem Par-5-Loch, versuchte sie, mit dem zweiten Schlag das Grün zu erreichen. Das klappte nicht. Der Ball ging etwa zehn Meter aus der Richtung und landete mit einem lauten Knall auf dem VIP-Zelt. Verletzt wurde niemand, einen Strafschlag gab es auch nicht. Alle konnten darüber lachen, auch Henseleit nahm es mit Humor. „Es war schon spät geworden, ich wollte alle noch mal etwas aufwecken“, sagte sie schmunzelnd über die kuriose Szene, die sie anschließend so erklärte: „Ich bin bei dem Schlag bewusst ein kleines Risiko eingegangen. Es war sicher nicht der schlechteste Golfschlag, den ich in meinem Leben gemacht habe. Es ist nichts passiert.“

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Insgesamt ist die Top-Golferin, die 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris sensationell die Silbermedaille gewann, mit ihrer Leistung bislang „zufrieden“. Das Gleiche gilt für die Unterstützung der Zuschauer. „Es waren sehr viele Leute unterwegs. Ich merke den Heimvorteil auf jeden Fall. Es macht viel Spaß, den Leuten dann auch etwas zu bieten.“

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Mit einem Schlag Vorsprung geht die Nummer 45 der Weltrangliste in die letzten beiden Runden. Insgesamt haben sich 64 der 132 Starterinnen für das Finalwochenende qualifiziert. Neben Henseleit sind noch zehn weitere deutsche Teilnehmerinnen dabei. Mit Alexandra Försterling, Chiara Noja, Leonie Harm, Helen Briem und Henseleit sind nach den ersten beiden Tagen sogar gleich fünf Deutsche in den Top Ten zu finden.