Weltklasse-Wolff reicht nicht: Deutsche Handballer verlieren das EM-Finale
Wie schade! Auch eine Weltklasse-Leistung des Keeper-Giganten Andreas Wolff (14 Paraden!) hat nicht gereicht, Deutschlands Handballer verlieren das EM-Finale gegen Gastgeber und Topfavorit Dänemark mit 27:34 (16:18). Das Warten auf den ersten Titel seit 2016 geht somit weiter. Dennoch: Die EM-Silbermedaille ist für die DHB-Auswahl ein Jahr vor der Heim-WM ein beachtlicher Erfolg.
Dänemark, das seinen ersten EM-Titel seit 14 Jahren gewann, ist jetzt amtierender Olympiasieger, Welt- und Europameister.
Die DHB-Auswahl bot dem nun dreimaligen Champion vor 15.000 lärmenden Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen, darunter neben Bundeskanzler Friedrich Merz auch seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen und Dänemarks Königin Mary, einen aufopferungsvollen Kampf. Sie musste sich dem Highspeed-Handball der weltbesten Mannschaft am Ende aber geschlagen geben.
Dänemark ist jetzt Handball-Olympiasieger, Welt – und Europameister
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DENMARK ARE YOUR NEW #ehfeuro2026 CHAMPIONS! ? #puregreatness #handball pic.twitter.com/emJHzJjufc— EHF EURO (@EHFEURO) February 1, 2026
Bis zum 27:29 (55.) gestalteten Wolff und seine Mitspieler die Partie ausgeglichen, zum Ende drehte Dänemark mit seinen herausragenden Einzelkönnern aber auf. In der Schlussphase schwanden nach einem kräftezehrenden Turnier mit neun Spielen auch die Kräfte, zumal Abwehrspezialist Tom Kiesler nach einem groben Foulspiel an Superstar Mathias Gidsel früh die Rote Karte sah. Beste deutsche Torschützen waren Spielmacher Juri Knorr, Kapitän Johannes Golla („Ich bin stolz auf die Leistung heute und das ganze Turnier”) und Marko Grgic mit je fünf Treffern.
Fünfte EM-Medaille für die DHB-Auswahl
Golla und Co. überzeugten insgesamt nicht bloß mit sechs Siegen, darunter Erfolge gegen Spanien, Frankreich und Kroatien. Sie holten auch die insgesamt fünfte Handball-EM-Medaille für eine DHB-Auswahl. Neben den beiden Titeln 2004 und 2016 gewann ein deutsches Team 1998 Bronze sowie 2002 Silber. Zur neuerlichen Medaillen-Sause lud der Verband das Team am Sonntagabend ins Cafe HumleChok in Silkeborg zu Burgern und Bier ein.
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