Sportmix
Hamburgs Star Eva Lys rechnet ab: Tennis ist in Deutschland nur was für Reiche!
Für Eva Lys läuft es in Deutschland falsch. Tennis sei hier ein Sport für Priviligierte und zu teuer. - Dabei schwärmt sie von einer amerikanischen Großstadt.
Geht es nach Hamburgs Star-Spielerin Eva Lys, hat das deutsche Tennis ein entscheidendes Problem.
„Tennis ist in Deutschland ein sehr, sehr privilegierter Sport und zugänglich meist nur für Menschen, die sich das auch leisten können“, sagte Eva Lys am Rande der US Open in New York, wo sie am Donnerstag ihr Zweitrundenmatch gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andreeva bestreitet.
Ich habe ganz viele Freunde, die jetzt studieren, die können sich das gar nicht mehr leisten, Tennis zu spielen.
„Ich habe ganz viele Freunde, die jetzt studieren, die können sich das gar nicht mehr leisten, Tennis zu spielen“, berichtete Lys: „Ich habe das Thema schon ganz oft mit anderen deutschen Spielerinnen und Spielern aufgegriffen.“
Eva Lys schwärmt von New York – Umzug nach Monaco
Wo es deutlich besser läuft? In den USA, findet Lys. „Es ist hier viel einfacher, Tennis zu spielen. Es ist viel zugänglicher“, sagte die Hamburgerin und wies auf zahlreiche kostenlos nutzbare Freiplätze in New York hin. „Ich muss da leider unser Land ein bisschen kritisieren. Die Energie ist hier einfach anders, wenn es um den Sport geht.“
Lys hatte zuletzt auch die Bedingungen in ihrer Heimatstadt Hamburg kritisiert. Die Professionalität sei dort für Spitzentennis „einfach nicht vorhanden“, monierte die 24-Jährige. Lys war deshalb laut eigener Aussage vor rund zwei Monaten nach Monaco gezogen, um dort von den besseren Trainingsbedingungen zu profitieren. (sid/mkw)
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