Hamburger Beach-Duo verpasst Finale – und will jetzt „den Center Court anzünden“
Die Beachvolleyballer Nils Ehlers und Clemens Wickler verpassen in Adelaide nach einer Enttäuschung das WM-Finale. Nun will das Hamburger Duo am Sonntag Bronze.
Als der Gold-Traum geplatzt war, kamen bei Clemens Wickler schmerzhafte Erinnerungen hoch. „Wir haben eine ganz schöne Klatsche bekommen“, sagte der Beachvolleyballer nach dem Halbfinal-Debakel enttäuscht am NDR-Mikrofon: „Das ist ein Déjà-vu vom Olympia-Finale.“ Die Hoffnung auf den nächsten Coup bei der WM in Australien war groß, doch Deutschlands bestes Duo litt gegen die Angstgegner wie in der bitteren Nacht von Paris.
Hamburger verlieren gegen ihre Angstgegner
„Es ist wie verhext gegen die beiden“, sagte Nils Ehlers nach dem deutlichen 10:21, 14:21 gegen das schwedische Weltklasseteam David Ahman/Jonatan Hellvig, das stark an die Pleite bei den Sommerspielen in Frankreich erinnerte. „Das ist eine sehr große Enttäuschung – nicht nur, dass wir das Spiel verlieren, sondern wie wir es verlieren“, sagte Wickler.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Ultrareich dank Russen-Öl: Verstörendes Bekenntnis eines Hamburgers
- Block-Prozess: Ein Kronzeuge und noch mehr Widersprüche
- Bald knallt‘s! Das sagen Hamburger zum Böllerverbot
- Qualzuchten: Werden Mops, Bulldogge und Co. jetzt verboten?
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 20 Seiten Sport: Klartext vom HSV-Kapitän Poulsen & St. Paulis Stürmer Kaars über die Kiezklub-Krise
- 28 Seiten Plan 7: Herrlicher Schlagabtausch bei „Alma Hoppe 3.0“, das „Winterspektakel“ öffnet wieder & ein Fast-Food-Geheimtipp
Im Schatten des Eiffelturms hatte das deutsche Duo im vergangenen Jahr die wohl schmerzhafteste Niederlage der Karriere hinnehmen müssen. Mit 10:21, 13:21 waren die beiden Hamburger damals im Duell um Gold untergegangen – und auch in Adelaide erwiesen sich die jungen Schweden am Samstag als Kryptonit für Ehlers und Wickler, die sich im 15. Aufeinandertreffen bei internationalen Wettbewerben zum 14. Mal geschlagen geben mussten.
Sonntag früh geht’s um eine Medaille
Die Niederlage gilt es nun jedoch schnell abzuhaken, schon am Sonntag (5.30 Uhr MEZ) geht es gegen die Franzosen Arnaud Gauthier-Rat und Téo Rotar um Bronze. „Wir sind noch im Turnier, es gibt noch ein Spiel und da gibt es nichts zu verlieren. Also noch einmal alles reinhauen und den Center Court anzünden“, betonte Ehlers, sein Partner pflichtete ihm bei: „In der Regel können wir nach solchen Spielen eine Reaktion zeigen und das werden wir auch machen.“
Zuvor hatten die Olympia-Zweiten mit starken Leistungen sowohl die Weltranglistenersten Anders Mol/Christian Sörum aus Norwegen als auch die tschechischen Titelverteidiger Ondrej Perusic/David Schweiner ausgeschaltet. Gegen die Schweden war das DVV-Duo jedoch wieder einmal chancenlos und zeigte gleich zu Beginn Nerven. Trotz eines besseren Starts in den zweiten Durchgang gelang es nicht, die Schweden unter Druck zu setzen. Vor allem Ahman lief zur Höchstform auf.
Das könnte Sie auch interessieren: „Wir erfinden uns neu“: Glücksgefühle vor der WM für Hamburgs Olympia-Helden
Die Olympiasieger spielen nun am Sonntag (9.30 Uhr MEZ) gegen ihre Landsleute Elmer Andersson/Jacob Hölting Nilsson den WM-Titel aus. Ehlers/Wickler können zuvor ihr gutes Turnier mit ihrem ersten gemeinsamen WM-Edelmetall abschließen. Die Gegner aus Frankreich hatten im Viertelfinale für das Aus der deutschen Meister Lukas Pfretzschner und Sven Winter gesorgt. Doch Ehlers versprach: „Wir hauen alles rein.“
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.