Sportmix

Gold und Silber! Deutsche räumen bei der Schwimm-EM ab

Moritz Linus Wesemann zeigt Goldmedaille, Deutschlandflagge und Maskottchen im Schwimmstadion in Saint-Denis.
Moritz Wesemann verteidigte seinen EM-Titel in Paris.

Moritz Wesemann, Pauline Pfeif und Elena Wassen sorgen bei der Schwimm-EM in Paris für die ersten deutschen Medaillen.

Moritz Wesemann schickte am Beckenrand lächelnd ein paar Handküsse Richtung Kamera, auf der Tribüne feierten seine Teamkollegen schon euphorisch. Nur einen Tag nach dem verpatzten EM-Auftakt meldete sich der deutsche Top-Wasserspringer in Paris eindrucksvoll zurück und krönte sich erneut zum Europameister vom Einmeterbrett.

„Ich bin extrem happy“, sagte Wesemann, nachdem er im Centre Aquatique Olympique für die erste deutsche Goldmedaille gesorgt hatte. Trotz später Stunde war deshalb am Samstagabend nicht an Schlaf zu denken: „Ich habe noch so viel Adrenalin, dass ich wahrscheinlich erst einmal nicht pennen kann“, sagte Wesemann und lachte.

Wesemann lässt zwei Briten hinter sich

Im vergangenen Jahr hatte sich der 24-Jährige aus Halle im türkischen Belek den Titel gesichert – in Paris wiederholte er seinen Triumph und ließ die Briten Jack Laugher (418,25 Punkte) und Jordan Houlden (410,30) hinter sich.

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Zwei Stunden zuvor hatte Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif gemeinsam mit Elena Wassen die deutschen Wasserspringer erlöst und mit Silber vom Turm dem DSV-Team das erste Edelmetall bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt beschert.

Synchronspringen: Pfeif und Wassen schlagen zurück

Dabei war der EM-Auftakt für Pfeif wie auch für Wesemann alles andere als nach Plan verlaufen. Am Freitag hatten sich die beiden mit Lena Hentschel und Jaden Eikermann im Mixed-Team-Wettbewerb mit dem siebten Platz zufriedengeben müssen.

„Es ist wirklich schön, so zurückzuschlagen“, sagte Pfeif nach ihrem Erfolg im Synchronspringen: „Ich glaube, das gibt uns Kraft und einen richtig schönen Push für die nächsten Wettkämpfe.“ Diesen bekam offensichtlich auch Wesemann.

Gold geht an Britinnen

Auch Pfeif und Wassen fehlte nicht viel zum großen Coup. „Ein ganz kleines bisschen“ ärgere sie sich über die knapp zwei Punkte, die am Ende zum Titel fehlten, erklärte Pfeif, aber „es ist einfach so herrlich – Silber. Wir freuen uns so sehr und sind einfach nur glücklich.“

Nur Maisie Bond und Lois Toulson aus Großbritannien (300,06 Punkte) waren besser als die beiden Berlinerinnen (298,20). Bronze ging an Kseniia Bailo und Sofiia Vystavkina aus der Ukraine (286,20).

Weitere Medaillenchancen bieten sich Pfeif und Wassen noch im Einzelwettbewerb, Wesemann geht noch vom Dreimeterbrett an den Start und will auch dort „Vollgas“ geben. (sid/mp)

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