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Ex-Teamkollege über Ullrich: Liebster Mensch – wenn er nicht den Drogen verfallen ist

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Bis 2005 fuhren Ullrich und Ludewig die Tour de France noch für verschiedene Rennställe – 2006 wurden sie bei T-Mobile Teamkollegen. 

Foto:

Gero Breloer/dpa

Halle -

Alkohol, Drogen, der Angriff auf eine Prostituierte – seit Tagen macht der traurige Absturz der Radsport-Legende Jan Ullrich Schlagzeilen. Schlagzeilen, die auch Ullrichs langjährigen Weggefährten Jörg Ludewig schmerzen. Der ehemalige Radprofi empfindet die aktuelle Situation seines Ex-Kollegen als „einfach nur sehr traurig", wie er jetzt dem „Haller Kreisblatt“ gestand.

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Von 2003 bis 2005 fuhren Ullrich und Ludewig die Tour de France noch für verschiedene Rennställe – 2006 wurden sie bei T-Mobile Teamkollegen. Ullrich als Kapitän, Ludewig als sein Edelhelfer.

Jörg Ludewig: „Jan ist der liebste Mensch der Welt“

Danach war der Kontakt nie mehr ganz abgebrochen. Ludewig verriet im Interview: „Jan wurde Marken-Botschafter für meinen damaligen Arbeitgeber. In der Zeit haben wir uns angefreundet.“ Aus Kollegen wurden Freunde. Ludwig sagte dem „Haller Kreisblatt“: „Jan ist der liebste und netteste Mensch, den man sich vorstellen kann, wenn er nicht den Drogen verfallen ist.“

Jan Ullrich sei immer ein „Mann der Extreme gewesen“

Auch in seiner aktiven Zeit als Sportler sei Ullrich ein „Mann der Extreme" gewesen. In manchen Phasen habe er acht Schokocroissants am Tag gegessen, in anderen gar nichts und 200 Kilometer trainiert.

Erst um Ostern sei der Kontakt der ehemaligen Team-Kollegen abgerissen. Seitdem habe Ludwig nichts mehr von ihm gehört, das an den Jan Ullrich erinnert, den er kenne.

Sein Rat an den ehemaligen Weggefährten: „Dass er genau überdenken soll, mit welchen Menschen er sich umgibt, und Revue passieren lassen soll, wie schön sein Leben bis vor einem Jahr war."

(jto)