Eklat bei Tournee! Slowenischer Ski-Star erneut disqualifiziert – und nun gesperrt
Skispringer Timi Zajc ist auch beim zweiten Wettbewerb der Vierschanzentournee disqualifiziert worden und erhält nun eine Rote Karte. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wich der Anzug des Slowenen diesmal um vier Millimeter von der Norm ab, weshalb Zajc schon vor seinem ersten Sprung disqualifiziert wurde. Sieger beim zweiten Springen wurde sein Landsmann Domen Prevc, der damit auch seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbaut, vor den Österreichern Jan Hörl und Stephan Embacher. Felix Hoffmann und Philipp Raimund landeten als beste Deutsche auf den Rängen sechs und sieben, in der Gesamtwertung ist Hoffmann nun Vierter.
„Es kann passieren, aber wenn es das zweite Mal in Folge passiert, muss ich sagen: das darf nicht passieren. Das ist für den Athleten natürlich sehr frustrierend“, sagte der deutsche Skispringer Karl Geiger über den erneuten Verstoß seines Widersachers.
Timi Zajc war bereits in Oberstdorf disqualifiziert worden
In Oberstdorf hatte sein Anzug drei Millimeter abgewichen, weshalb der Teamkollege von Dauersieger Domen Prevc nachträglich seinen geteilten zweiten Platz aberkannt bekam. Zajc wurde damit nicht nur für die ersten beiden Springen der Tournee disqualifiziert, sondern wird zusätzlich für die beiden anstehenden Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) disqualifiziert.
„Es ist das einzig Korrekte, dass man der Linie treu bleibt“, sagte Ex-Athlet Severin Freund als ZDF-Experte. „Wenn sich der Athlet dann nicht darauf einstellt und der Athlet nicht genug nacharbeitet, ist es die einzig logische Konsequenz, dass man von der Fis weiter bei der Linie bleibt.“
Prevc gewinnt zweites Springen der Vierschanzentournee
Landsmann Prevc kam beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen vor 22.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion auf 143 und 141 Meter und distanzierte damit wie in Oberstdorf die Konkurrenz. Der deutsche Hoffnungsträger Hoffmann, der nach Versuchen auf 134 und 136 Meter Sechster wurde, schaffte es ebenso wie Philipp Raimund (7.) unter die besten Zehn.
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Andreas Wellinger und Karl Geiger verpassten den Sprung in den zweiten Durchgang. Wellinger als 32. und Geiger als 33. verloren ihre K.o.-Duelle und holten wie schon beim Tournee-Start im Allgäu keine Weltcup-Punkte. (mp/dpa)
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