Einlassstopp am Rothenbaum! Fan-Explosion bei deutschem Top-Match
Eigentlich sollte der German Tennis Day am Montag für Begeisterung auf den Rängen sorgen und die deutschen Profis zum Sieg pushen. Am dafür vorgesehenen Tag fanden bei den Bitpanda Hamburg Open jedoch nur drei Matches mit deutscher Beteiligung statt. Am Dienstag waren es gleich fünf deutsche Spiele, die am Rothenbaum angesetzt wurden. Eins davon sorgte für einen solchen Zuschauer-Andrang, dass keine weiteren Fans auf die Tribünen gelassen werden konnten.
Der German Tennis Day verlief weder außerordentlich schlecht noch außerordentlich gut für die deutschen Teilnehmer am Rothenbaum. Turnier-Oldie Jan-Lennard Struff (36) und Youngster Max Schönhaus (18) verloren ihre Matches. Mit Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier zogen die beiden besten Deutschen des Turniers in die zweite Runde ein.
Krawietz und Pütz am Rothenbaum auf einem Nebenplatz
Am Dienstag gingen dann auch die ersten deutschen Doppel in der Hauptrunde an den Start. Schnaitter und Wallner sowie Hendrik Jebens und Tim Rühl sollten ihre Spiele auf dem kleinsten Nebenplatz M2 bestreiten. Das deutsche Top-Doppel aus Kevin Krawietz und Tim Pütz wurde hingegen auf den größeren Court M1 gelegt.
Krawietz und Pütz sind ein fest etabliertes Doppel in Hamburg. Viermal traten sie bislang gemeinsam am Rothenbaum an, 2023 und 2024 konnten sie das Turnier gewinnen. Pütz gewann es sogar einmal mehr, 2021 war er mit dem Australier Michael Venus siegreich. Im Finale gewann er damals – natürlich – gegen Krawietz und seinen damaligen Doppelpartner Horia Tecau.
Nun gingen sie erneut an den Start, um ihre beiden Titel zu verteidigen und ihre Siegesserie bei den Hamburg Open beizubehalten. Denn streng genommen gewann das Duo alle ihrer letzten neun Matches am Rothenbaum. Im vergangenen Jahr hielt sie nur eine Verletzung von Pütz auf, die er sich in der ersten Runde zugezogen hatte. Selbst mit einer Fingerverletzung gelang es den beiden, ihr Match auf dem Center Court im Match-Tiebreak zu gewinnen. Anschließend war die Verletzung zu schwerwiegend und sie traten im Viertelfinale gar nicht erst an.
Einlassstopp bei den Hamburg Open
Eine Stunde früher startete das deutsche Top-Match auf Court M1 im Vergleich zum ersten Spiel auf dem Center Court, wo immerhin Vorjahressieger und Fanliebling Flavio Cobolli antrat. Die Fans blieben jedoch auf dem kleineren Court und unterstützten die Deutschen. Die Schlange für die Zugänge auf den Platz reichten fast bis zum Center Court. Schlussendlich waren die Ränge irgendwann so voll, dass Fans von den Treppen wieder rausgeschickt wurden und keine weiteren Zuschauer reingelassen wurden. Rund 1500 Fans können auf den beiden Tribünen des Courts, der voll ausgelastet war, Platz nehmen.
Das Match verlief derweil gut für Krawietz/Pütz. Den ersten Satz gewannen sie gegen Edouard Roger-Vasselin und Hugo Nys souverän mit 6:4. Dass die Fans sich keinen Zentimeter von ihren Plätzen bewegten, um womöglich das vermeintlich attraktivere Match zwischen Cobolli und Ignacio Buse zu verfolgen, lag nicht bloß daran, dass sie deutsche Spieler zu sehen bekamen.
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Wie für ein gutes Doppel üblich, sorgten teils spektakuläre Ballwechsel und Netz-Pingpongs für jede Menge Staunen und Applaus. Spätestens als es im zweiten Satz in den Tiebreak ging, war nicht daran zu denken, was irgendwo anders passierte. Mehrere Mini-Breaks gingen in beide Richtungen, bis Krawietz/Pütz den letzten Punkt schließlich gewannen. Mit 6:4 und 7:6 (7:5) spielten sich die beiden nicht nur in die nächste Runde, sondern wieder einmal in die Herzen der Hamburger Tennisfans.
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