„Eine Gruppe völlig Gestörter!“ Tennis-Star Laura Siegemund wütet nach Sieg
Ihr Auftakt-Match im Doppel des Masters von Rom hat sie am Montag zwar gewonnen, feiern wollte sie trotzdem nicht. Die deutsche Tennisspielerin Laura Siegemund hatte nach dem Match eine lautstarke Diskussion mit Zuschauern. Danach sprach sie von einer „beängstigenden“ Situation. Der 7:5-7:6-Erfolg mit Partnerin Vera Zvonareva gegen Miyu Kato und Andreja Klepac rückt dadurch erstmal in den Hintergrund.
Aber was war überhaupt passiert? Bereits während des Matches soll es von der Tribüne immer wieder Zwischenrufe gegeben haben, unter anderem als Laura Siegemund gerade einen Matchball ausführen wollte. Im Sky-Interview ärgerte sich die 38-Jährige hierüber: „Das sind Leute, die brauchen echt einen Arzt. Da tut es mir echt leid. Ich hatte das auch gestern bei meinem Einzel. Das macht alles so kaputt.“ Im Einzel war die Deutsche in der dritten Runde an Karolina Pliskova gescheitert.
Siegemund stellte den Zwischenrufer nach dem Match zur Rede
Siegemund wollte das so aber nicht auf sich sitzen lassen und wandte sich direkt nach dem Ende des Matches an einen der Zwischenrufer, um ihn zur Rede zu stellen. „Die Leute kommen mitten im Spiel und schreien rein. Sorry, das sind Leute, die müssen von der Security abtransportiert werden. Die gehören nicht auf so eine Tennis-Anlage“, forderte die Wimbledon-Viertelfinalistin von 2025.
Die Deutsche, die bekanntermaßen gerne vor einer „geilen Atmosphäre“ spielt, hat kein Verständnis für solch ein Verhalten. „Da kommt eine Gruppe völlig Gestörter, schreit rein, labert dich beim Seitenwechsel zu. Die Leute gehören runter von der Anlage. Die gehören hier nicht hin“, so Siegemund.
Die Deutsche vermutet Wettende hinter den Zwischenrufen
Das Tennis-Ass hat auch eine Vermutung, wer hinter den Zwischenrufen steckt: „Es gibt Leute, die wirklich die Spieler unterstützen, und dann sind wirklich diese Idioten da, die wetten und die sich so verhalten, dass es über alle Grenzen hinweggeht. Die reden Sachen rein, das hat nichts mehr mit Respekt zu tun.“ Für Siegemund würden diese Zuschauer „alles kaputt“ machen. „Ich finde sowas echt beängstigend“, ergänzte die Tennisspielerin.

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Das hat auch einen guten Grund. So berichtete die Deutsche im Interview von einer eskalierenden Situation rund um einen Zuschauer, der durch eine Sportwette Geld verloren hatte. „Der ist völlig ausgerastet, der hat fünf Euro verloren. Da muss ich mich fragen: Was ist mit einem, der 500 verloren hat? Da kriege ich echt Angst, wenn ich zum Locker-Room laufe und der zwei Meter neben mir ist“, gab Siegemund Einblick.
Siegemund berichtet auch von Hass im Netz
Aber auch dabei bleibt es laut Siegemund nicht, denn solche Zuschauer würden auch noch massiven Hass im Netz betreiben: „Das sind die Leute, die dir auf Instagram schreiben: ‚Ich bringe deine ganze Familie um! Ich wünsche deiner ganzen Familie, dass sie an Krebs stirbt‘“, erklärte sie und monierte, dass dieses Verhalten einiger Zuschauer vor allem beim Masters in Rom auftrete – ohne Konsequenzen der Organisation.
Siegemund hat daher eine klare Forderung an die Turnier-Organisation, wie mit solchen Störenfrieden umgegangen werden soll: „Der sitzt eine Stunde da und schreit wie ein Gestörter. So, dass alle denken: ‚Ist der nicht mehr ganz dicht im Kopf?‘ Der kriegt einfach sein Ticket weggenommen und dann bleibt er draußen.“
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Über ihren Sieg konnte sie sich nach dieser Situation verständlicherweise nicht mehr wirklich freuen. „Ich will echt nur noch nach Hause, wir haben unseren Job super gemacht. Es sind Leute da, die gut unterstützen, aber es geht eben total unter durch die Geisteskranken“, war das bittere Fazit von Siegemund. Im Achtelfinale warten nun Storm Hunter und Jessica Pegula auf das Duo Siegemund/Zvonareva.