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Dieser St. Pauli-Youngster ist Hamburgs große Rugby-Hoffnung

Juli Zoe Schrenk von FC St. Pauli dehnt sich auf dem Rugbyfeld in Hamburg.
Fokussiert in die Zukunft: Juli Zoe Schrenk vom FC St. Pauli verfolgt ambitionierte Ziele.

Am 4. und 5. Juli kommt für die EM – die Hamburg 7s – die Rugby-Elite nach Hamburg. Nachwuchs-Talent Juli Zoe Schrenk (17) möchte eines Tages dazugehören.

Hamburg wird zur Bühne für die Elite des internationalen 7er-Rugbys: Am 4. und 5. Juli machen die Europe Championships mit den Hamburg 7s in Eidelstedt Halt. Juli Zoe Schrenk wird vor allem beim deutschen Frauen-Team genau hinschauen: Die Hamburgerin gehört zu den talentiertesten Nachwuchsspielerinnen des Landes – und träumt davon, eines Tages selbst Teil der deutschen „Girl Gang“ zu sein, wie sie in der MOPO erzählt.

Wenn Juli Zoe Schrenk an das letzte Mai-Wochenende zurückdenkt, fehlen ihr noch immer die Worte. „Es war so krass“, sagt die 17-Jährige und strahlt. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie geil das war.“ Bei den Howard Hinton 7s, einem renommierten Turnier im französischen Tours, spielte Schrenk groß auf, legte im Finale den entscheidenden Versuch und trug die deutsche U18 zum Finaltriumph.

Juli Zoe Schrenk gilt bereits als großes Rugby-Talent

Für die Nord-Hamburgerin war es der vorläufige Höhepunkt ihrer Nationalmannschaftskarriere. In Windeseile hat sie sich im Kader der deutschen U18 festgespielt: Im Dezember wurde Schrenk das erste Mal zu einem Lehrgang eingeladen, seitdem war sie jedes Mal dabei. „Ich bin total stolz auf meine Leistung und darauf, dass ich es so weit geschafft habe“, sagt Schrenk.

Juli Zoe Schrenk hechtet auf dem Rugbyfeld in Hamburg nach dem Ball für FC St. Pauli.
Beim Rugby ist voller Einsatz gefragt. Juli Zoe Schrenk schätzt diese Körperlichkeit.

Ihr Weg an das ovale Spielgerät war dabei vorgezeichnet. Schrenks Vater stammt aus Südafrika, er übte den Sport in der Rugby-Hochburg und später auch in Hamburg aus und vererbte seiner Tochter das Gen. 2015 kam Schrenk dem Rugby in einem Sommercamp näher und war sofort mitgerissen. Sie schätzt an dem Sport die Körperlichkeit, den Respekt, die Freundschaften. Seit neun Jahren ist sie beim FC St. Pauli aktiv, der im Nachwuchs-Rugby regelmäßig Talente für Landes- und Nationalauswahlen hervorbringt.

Schrenk gehört unter ihnen zu den vielversprechendsten. Im vergangenen Jahr feierte sie bei den Landesverbandsmeisterschaften mit gerade einmal 16 Jahren ihr Debüt für die Hamburger Auswahl. „Da habe ich überraschend gut gespielt“, war Schrenk, damals jüngste Spielerin des Turniers, selbst erstaunt über ihr Leistungsvermögen. Zuletzt konnte sie zudem erste Kontakte in das Frauen-Nationalteam knüpfen, den vergangenen Lehrgang teilten die Nachwuchsspielerinnen teilweise mit der „Girl Gang“, wie die A-Mannschaft gerufen wird. Die Teams trainierten zusammen, es gab ein gemeinsames Mentoring.

Ziel der bald 18-jährigen Hamburgerin ist die „Girl Gang“

Für Schrenk soll es ein Vorgeschmack auf die Zukunft gewesen sein. In diesem Sommer feiert sie ihren 18. Geburtstag und entwächst damit dem Jugendbereich. Das nächste Etappenziel ist klar: „Ein Teil der ,Girl Gang‘ zu sein, wäre der absolute Hammer.“ Die Eindrücke vom Wochenende haben sie in dieser Ambition gestärkt: „Die Mädels sind super nett und lustig. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, irgendwann ein Teil der Mannschaft zu sein.“

Entsprechend genau wird Schrenk auch das Geschehen am nächsten Wochenende in Eidelstedt verfolgen. Bei den Hamburg 7s wird auch die „Girl Gang“ an den Start gehen. Der Blick auf die Spiele der deutschen Frauen wird für Schrenk damit zugleich auch einer in die eigene Zukunft und auf die Perspektive, „dass ich da auch mal landen möchte“. Sie selbst sieht sich als U18-Nationalspielerin „auf dem Weg“ zu diesem Ziel.

Doch Schrenk wird das EM-Turnier auch als Fan verfolgen. „Die Hamburg 7s sind ein richtig cooles Event“, sagt Schrenk und schwärmt von der Stimmung, „spektakulärem“ Rugby und der internationalen Atmosphäre. Sie selbst stand bei dem Turnier schon 2023 auf dem Feld, durfte damals als Ballkind das Spielgerät an die Nationalteams übergeben. Läuft alles glatt, dürfte Schrenk eines Tages erneut bei den 7s auf dem Rasen stehen – dann als Nationalspielerin.

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