Die Olympia-Helden kommen: Derby punktet mit ganz viel Prominenz
Es ist Derby-Time in Klein Flottbek – diesmal mit einem ganz besonderen Glanz. Wenn sich die Reitelite vom 13. bis 17. Mai in Hamburg zum Deutschen Spring- und Dressur-Derby trifft, geht es auch um Hamburgs Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele. Die positiven Emotionen der Veranstaltung sollen genutzt werden. Passend dazu sitzen bei dem Traditionsturnier zahlreiche ehemalige deutsche Olympia-Teilnehmer und Medaillengewinner im Sattel.
Am 31. Mai stimmt Hamburg über eine Olympia-Bewerbung ab. Dass zwei Wochen vor dem Referendum in Klein Flottbek eine Sportgroßveranstaltung mit rund 90.000 Zuschauern stattfindet, passt den Befürwortern bestens in den Zeitplan. Die besondere Derby-Atmosphäre soll vor der Abstimmung positiv wirken und zu einem Ja für Olympia in Hamburg beitragen. Rund um das Derby wird noch einmal ausführlich über die möglichen Sommerspiele informiert und geworben. Auch emotionale Olympia-Erinnerungen werden dabei eine Rolle spielen.
Sechs Olympia-Helden beim Reit-Event in Klein Flottbek
Zum Starterfeld in Klein Flottbek gehören mit Christian Ahlmann, Marcus Ehning, Sandra Auffarth, Ingrid Klimke, Dorothee Schneider und Isabell Werth sechs deutsche Olympia-Helden. Zusammen haben sie bei Sommerspielen bereits 25 Medaillen gewonnen.
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Ehning holte 2000 in Sydney Gold mit der Mannschaft, Ahlmann gewann 2016 in Rio Bronze mit dem deutschen Spring-Team. Auffarth besitzt sogar den kompletten Medaillensatz: 2012 gewann sie in London im Vielseitigkeitsreiten Mannschaftsgold und Einzelbronze, vier Jahre später folgte Silber mit dem deutschen Team. Das Trio tritt in Klein Flottbek bei verschiedenen Springprüfungen an.
Im Dressur startet unter anderem Isabell Werth
Noch deutlich größer ist der Olympia-Glanz im Dressurviereck. Das liegt vor allem am neuen Derby-Boss Matthias Rath, der 2025 mit seiner Agentur Schafhof Connects seine Premiere als Veranstalter des Turniers in Klein Flottbek feierte. Der frühere Dressurreiter, der einst im Sattel von Wunderhengst Totilas saß, setzt im Viereck vor allem auf große Namen. Um diese nach Hamburg zu holen, wurde im vergangenen Jahr bereits eine Fünf-Sterne-Dressur-Tour eingeführt. Als nächster Schritt wird der Kampf um das Deutsche Dressur-Derby diesmal nicht mehr mit dem traditionellen Pferdewechsel entschieden.
Ob das den Zuschauern gefällt, muss sich zeigen. Die Mehrzahl der Teilnehmer soll laut Rath diesen Schritt begrüßen. Das Ziel ist mehr hochklassiger Dressursport. Das spiegelt sich zumindest beim Blick auf das Starterfeld wider.
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Mit Isabell Werth ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin aller Zeiten dabei. Die mittlerweile 56-Jährige hat zwischen 1992 und 2024 acht Gold- und sechs Silbermedaillen in der Einzel- und Mannschaftswertung gewonnen. Zu ihren großen Konkurrentinnen in Klein Flottbek gehören Dorothee Schneider und Ingrid Klimke. Beide haben jeweils ebenfalls schon drei olympische Medaillen gewonnen. Schneider holte 2012, 2016 und 2021 zweimal Gold und einmal Silber mit der Dressur-Mannschaft. Für Klimke gab es mit dem Vielseitigkeits-Team 2008, 2012 und 2016 dieselbe Medaillenbilanz.