Den Namen sollten Sie sich merken: Deutscher Teenager sorgt vor Olympia für Furore
Finn Sonnekalb belebt das deutsche Eisschnelllaufen. Der 18-Jährige läuft von einer Bestmarke zur nächsten – und weckt große Hoffnungen für die Zukunft.
Die nächste Zauber-Vorstellung der deutschen Eisschnelllauf-Hoffnung versetzte auch Anni Friesinger-Postma ins Staunen. „Finn Sonnekalb läuft sich gerade in alle Herzen!!“, schrieb die dreimalige Olympiasiegerin über den Shootingstar, der beim Weltcup-Auftakt in Salt Lake City zwei Topzeiten in das schnelle Olympia-Eis von 2002 gebrannt hatte: „Watch this talent!!“
Finn Sonnekalb: „Ich habe den Weltrekord erwartet“
Und tatsächlich: Der 18 Jahre alte Erfurter ist jeden Blick wert. Am Samstag stellte Sonnekalb über seine „Königsdisziplin“ 1500 Meter in 1:41,33 Minuten einen deutschen Rekord und einen Junioren-Weltrekord auf, katapultierte sich als Dritter auf das Podest und erfüllte damit auch die Norm für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo.

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„Ich habe den Weltrekord erwartet, denn gestern war ein guter Tag für mich“, sagte Sonnekalb nicht unbescheiden: „Ich habe alles gegeben, aber dass ich auch eine Medaille gewinnen würde, hätte ich vorher nicht gedacht.“ Schon über die 1000 Meter am Freitag war der 18-Jährige mit deutschem Rekord (1:06,48) auf Rang fünf gelaufen und hatte sich damit bereits einen Startplatz bei Olympia gesichert.
Sonnekalb weckt Hoffnungen auf Olympia-Medaille
Sonnekalb ist ein Glücksfall für das seit Jahren arg gebeutelte deutsche Eisschnelllaufen. Der Thüringer ist der große Hoffnungsträger der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) – und hungrig nach Erfolg. „Jedes Mal, wenn ich auf der Bahn stehe, will ich gewinnen. Ich bin ein Wettkampftyp“, sagte Sonnekalb zuletzt.

Friesinger-Postma, 2002 in Salt Lake City Olympiasiegerin über die 1500 Meter, wähnt das deutsche Eisschnelllaufen bereits „zurück“. Sonnekalb weckt zumindest große Hoffnungen, die Dürreperiode der deutschen Kufenflitzer endlich zu beenden.
Drei Goldmedaillen bei Olympischen Jugendspielen
Sonnekalb gewann bei internationalen Junioren-Meisterschaften Goldmedaillen in Serie, holte bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon 2024 sowie der Junioren-WM im Februar drei Titel. In der jungen Olympia-Saison ließ er im Oktober mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft über die 1000 Meter sowie 1500 Meter aufhorchen. Nun ist er auch in der Weltelite angekommen – und will mehr.
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Denn Sonnekalb liebt das Gefühl des Gewinnens. Er spricht von einem „Drang, einfach besser als irgendjemand zu sein. Das treibt mich an. Ich möchte nicht sagen, dass jemand schneller ist“, sagte der Shootingstar: „Ich mag das nicht.“ (sid/jh)
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