„Das ist völlig verrückt“: Färöer-Fans erobern zu Tausenden die Handball-EM
Rund 6000 weiß gekleidete Färöer-Fans verwandeln Oslos Arena in eine Partyzone. Mit Charterflügen und sogar per Schiff über den Atlantik machten sich die Fans aus Färöer auf den Weg: Mehr als zehn Prozent der färingischen Bevölkerung verfolgten das Handball-Spektakel gegen die Schweiz schließlich in der Arena von Oslo.
Die nationale Fluggesellschaft Atlantic Airways setzte 18 Sondermaschinen in die norwegische Hauptstadt ein und brachte mehrere tausend Anhänger dorthin. Weitere 1050 Fans reisten per Fähre an, wie der färingische Handballverband mitteilte.

Die lange Anreise hatte sich gelohnt und die rund 6000 weiß gekleideten Anhänger in der Halle bejubelten drei Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich zum 28:28. Bester Werfer war Elias Ellefsen á Skipagøtu vom THW Kiel mit neun Toren. Andy Schmid, Nationaltrainer der Eidgenossen, hatte schon vorab vor einem „Stresstest für die ganze Mannschaft vor dieser Kulisse“ gewarnt und er sollte recht behalten.
Färöer treffen im zweiten Vorrundenspiel auf Montenegro
Bob Hanning, der mit Italien in der Vorbereitung zwei Testspiele gegen die Färöer absolviert hatte, sprach mit Blick auf die Vielzahl der Sonderflüge von einem absoluten Wahnsinn. „Die haben nur eine Landebahn und nur eine Startbahn. Das geht wie ein Zug nach dem anderen raus. Das ist völlig verrückt. Die sind mit fast 7000 Leuten da“, schwärmte der Geschäftsführer der Füchse Berlin in seiner „Kicker“-Kolumne.
Für die Färöer geht es an diesem Sonntag im zweiten Vorrundenspiel gegen Montenegro weiter. Die Schweiz trifft auf Slowenien. Nur die besten zwei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde.
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Schon bei der EM in Deutschland vor zwei Jahren hatten die Fans von der Inselgruppe im Nordatlantik für Furore gesorgt. Beim EM-Debüt waren damals etwa 5000 Färinger beim Großturnier in Berlin am Start. (dpa/hmg)
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