Paul Lim feiert seinen Erstrunden-Sieg bei der Darts-WM.

Paul Lim feiert seinen Erstrunden-Sieg bei der Darts-WM. Foto: imago/Action Plus

Darts-Opa (71) sorgt für WM-Sensation – und fordert einen Millionär heraus

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Dieser Darts-Opa ist sensationell! Mit 71 Jahren hat Paul Lim aus Singapur den Status als ältester Sieger bei einer WM erobert – das 3:1 gegen den nicht einmal halb so alten Jeffrey de Graaf (35) war in London eine echte Sport-Sensation.

„Genau solche Momente treiben mich seit Jahren an. Das ist die größte Bühne unseres Sports, der Super Bowl des Darts. Ich habe gespürt, dass ich die Menge auf meiner Seite habe – vielleicht liegt es an meiner Persönlichkeit, vielleicht an meinem Auftritt”, sagte Lim, der seit über vier Jahrzehnten professionell Darts spielt und vor Singapur auch schon für die USA, Hongkong und Papua-Neuguinea auflief.

Der Darts-Opa, wie ihn die Szene liebevoll nennt, bekommt nun ein absolutes Bonusmatch gegen Ex-Weltmeister Luke Humphries. Der Engländer ist die Nummer zwei der Welt und ein Darts-Millionär, er geht als hoher Favorit in das Duell am 22. Dezember. „Ein super Typ, ein Gentleman und ein super Spieler. Er ist sehr gut, aber kann geschlagen werden”, sagte Lim.

Darts-WM: Paul Lim gegen Luke Humphries

Der 30 Jahre alte Humphries, der vom Alter her locker Lims Enkel sein könnte, hat eine Vorgeschichte mit dem Grandseigneur des Pfeile-Business. Die beiden Profis trafen bei der WM 2021 in London aufeinander. Humphries führte damals mit 2:0-Sätzen und verlor noch mit 2:3. „Diese Niederlage vor fünf Jahren hat mich verändert”, erinnerte sich Humphries.


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„Paul und ich verstehen uns sehr gut, aber im nächsten Spiel geht es um das Geschäft. Wenn ich so spiele wie heute, wird es hart für ihn. Aber ich freue mich immer, auf eine Legende zu treffen», sagte Humphries nach seinem souveränen 3:1-Sieg über Ted Evetts. 

Lim wird im Januar 72 und denkt noch nicht an die Rente. Der „Singapore Slinger” kündigte bereits an, bei der nächsten WM wieder dabei sein zu wollen. Und sagte, er beschränke sich bei der Fortsetzung seiner Karriere keineswegs auf Turniere. Lim spielt nach eigener Aussage noch immer an 40 Wochenenden pro Jahr. (sid)

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