Auch Superstar Draisaitl kommt nicht: Viele Absagen vor der Eishockey-WM
Ohne Superstar Leon Draisaitl fährt die deutsche Nationalmannschaft zur WM in die Schweiz. Auch andere NHL-Profis fehlen.
Leon Draisaitl wird fehlen, wenn die deutschen Eishockey-Nationalspieler in einer Woche zur WM aufbrechen. Immerhin: Ein bisschen NHL-Hilfe wird es in der Schweiz geben. „Ich habe die Ausrüstung von Philipp Grubauer schon gesehen, die ist da“, sagte Bundestrainer Harold Kreis nach dem 5:2 im vorletzten Test gegen Österreich bei MagentaSport lachend.
Eishockey-WM: Draisaitl, Peterka, Stützle & Co. sagen ab
Der Torhüter der Seattle Kraken ist bislang der einzige NHL-Profi, der seine WM-Teilnahme definitiv zugesagt hat. Von den neun Spielern aus Nordamerika, die noch im Februar zum Olympiakader der „besten Nationalmannschaft aller Zeiten“ gehört hatten, gibt es vorwiegend Absagen und das eine oder andere Fragezeichen.

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Vor allem das (erwartete) WM-Aus Draisaitls nach langwieriger Knieverletzung schmerzt. „Mit Leon hatte ich gestern Abend zum letzten Mal Kontakt“, berichtete DEB-Sportvorstand Christian Künast am Samstag in Garmisch-Partenkirchen über den Olympia-Kapitän, der mit den Edmonton Oilers überraschend in der ersten K.o.-Runde gescheitert war: „Er war in den Playoffs nie bei 100 Prozent. Er braucht jetzt einfach die Pause, er ist immer noch angeschlagen. Die Gesundheit geht vor.“
Ähnliches gilt für John-Jason Peterka, der nach dem Aus mit Utah „auch angeschlagen“ ist, so Künast. Tim Stützle, mit Ottawa in Runde eins enttäuschend gescheitert, hatte schon früh verkündet, dass er „eher nicht“ bei der WM in Zürich und Fribourg (15. bis 31. Mai) zur Verfügung stehen würde. Lukas Reichel (Boston Bruins) muss mit dem Farmteam Providence in den AHL-Playoffs spielen, ebenso Wojciech Stachowiak mit Grand Rapids. Nico Sturm hat mit Minnesota das NHL-Viertelfinale erreicht.

Fraglich ist noch, ob der ebenfalls angeschlagene Moritz Seider rechtzeitig fit wird. Der Verteidiger der Detroit Red Wings ist in Mannheim in der Reha und will möglichst schon bei der WM-Generalprobe am nächsten Sonntag (17 Uhr/MagentaSport) in der SAP Arena gegen Weltmeister und Olympiasieger USA auf dem Eis stehen. „Es ist am Ende seine Entscheidung“, erklärte Künast, sie werde „nach dem USA-Spiel fallen“. Detroit habe grünes Licht gegeben. „Es hängt davon ab, was der Körper macht“, hatte Seider, bei der WM im Vorjahr Kapitän, selbst gesagt.
DEB-Team hofft noch auf das finale Go bei Samanski
Besser sieht es beim NHL-Debütanten Joshua Samanski aus. Es fehle zwar noch „das schriftliche finale Go“ von Edmonton, berichtete Künast, aber mündlich gebe es eine Zusage. „Wir hoffen, dass er vielleicht schon in Mannheim dabei ist“, sagte der DEB-Sportchef. Dann werden auch die Nationalspieler der DEL-Finalisten Eisbären Berlin und Adler Mannheim die DEB-Auswahl vervollständigen.
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Fest steht schon jetzt, dass sie bei der WM deutlich anders als bei der Enttäuschung von Mailand aussehen wird. Maximal 14 Olympia-Teilnehmer könnten im finalen Aufgebot stehen, darunter auch Dauerbrenner Dominik Kahun, der gegen Österreich nach auskuriertem grippalen Infekt seinen Einstand in der Vorbereitung als Kapitän gab – und nicht nur wegen seines Tores zum am Ende entscheidenden 3:0 voranging. „Er ist nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine unglaublich wichtig“, sagte Künast über den Schweiz-Legionär: „Er ist ein Vorzeigespieler für Deutschland. Wir sind froh, dass er bei uns ist.“ (sid/tb)
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