Steven Richter setzt zum Wurf an.

74-Meter-Marke geknackt: Steven Richter kratzt am deutschen Rekord. Foto: IMAGO/Eibner

„Es ist verrückt“: Diskuswerfer kratzt am deutschen Uralt-Rekord

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Diskuswerfer Steven Richter hat für Aufsehen gesorgt und erstmals die 74-Meter-Marke durchbrochen. Beim ersten von vier Meetings der „Oklahoma Throws Series World“ in Ramona stieß der 23-Jährige mit einer Weite von 74,00 Metern in eine neue Dimension vor. Richter, der fünf 70-Meter-Würfe zeigte, katapultierte sich auf Platz vier der „ewigen Weltbestenliste“. Zum fast 40 Jahre alten deutschen Rekord von Jürgen Schult fehlten ihm am Donnerstag nur acht Zentimeter.

„Es ist verrückt, ich kann es noch gar nicht glauben, es ist verrückt. Ich habe eigentlich gedacht, dass der Wurf vielleicht 71 Meter weit gehen würde. Aber dann hat der Diskus noch einen Push vom Wind bekommen“, so Richter nach seinem Coup auf Instagram. Seine im vergangenen Jahr an selber Stelle aufgestellte Bestleistung verbesserte er gleich um viereinhalb Meter.


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Den Sieg verpasste der U23-Europameister aus Sachsen dennoch. Der australische Olympia-Dritte Matthew Denny warf mit 74,04 Metern vier Zentimeter weiter. Die Meeting-Serie in Ramona wird von Freitag bis Sonntag mit drei weiteren Meetings fortgesetzt.

Ramona: Gutes Omen für die „ewigen Bestenliste“

Seit einigen Jahren treffen sich dort die besten Diskuswerfer der Welt, um auf der „Segelwiese“ bei idealen Bedingungen auf Weitenjagd zu gehen. Fünf der zehn besten Resultate der „ewigen Bestenliste“ wurden in Ramona erzielt, darunter der Weltrekord des Litauers Mykolas Alekna (75,56 m).

Richter, der dreimal über 73 Meter warf und im vierten Durchgang mit 73,96 m nachlegte, will den Schwung aus Ramona für kommende Wettkämpfe mitnehmen: „Nun geht es darum, die gute Form auf die Wettkämpfe im Stadion zu übertragen.“

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Bei den Frauen blieben 70-Meter-Würfe aus. Die Olympia-Vierte Marike Steinacker verfehlte ihre Bestleistung um 76 Zentimeter, mit 66,55 Metern wurde sie Dritte. Für den niederländischen Doppelsieg sorgten Jorinde van Klinken (68,98) und Alida van Daalen (67,99). (sid/tb)

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