• In Marseille nun doch nicht untersagt: Fans mit Fahnen von PSG
  • Foto: imago images/Xinhua

Polizei-Wirrwarr in Marseille: Nun doch kein Verbot von PSG-Trikots im Stadtzentrum

Die Polizei in Marseille hatte vor dem Champions-League-Finale die offen gezeigte Unterstützung für Paris Saint-Germain in Teilen der Stadt untersagt. Für Sonntag sollten ab 15 Uhr die Anwesenheit von PSG-Anhängern oder „Personen, die sich als solche präsentieren“ im Alten Hafen und den umliegenden Stadtteilen verboten werden. Doch jetzt ruderte die Polizei zurück.

Im Alten Hafen übertragen viele Bars das Finale gegen den FC Bayern München. Gesänge, Trikots und andere Fan-Artikel des französischen Hauptstadt-Klubs sollten dort dann nicht erlaubt werden. Auch Banner mit Hassbotschaften und Pyrotechnik seien verboten, hieß es in dem Erlass, der nun wieder kassiert wurde.

PSG-Fans sollen sich nicht prahlerisch präsentieren

Es sei nicht darum gegangen, die Bewegungsfreiheit der Menschen einzuschränken, teilte die Polizei mit. Wegen des „Unverständnisses“ für das Dekret sei entschieden worden, dieses wieder außer Kraft zu setzen. Die PSG-Fans seien nun dennoch angehalten, sich öffentlich nicht „prahlerisch“ zu geben und gegebenenfalls nur „bescheiden“ einen Sieg der Mannschaft zu feiern, hieß es in der Erklärung der Polizeipräfektur.

Zwischen den beiden Fan-Gruppen kracht es regelmäßig

Die Pariser sind in der Hafenstadt, der Heimat von Olympique Marseille, nicht gern gesehen. Die Rivalität der beiden Vereine ist landesweit bekannt. Bei Spielen zwischen den zwei Top-Klubs der französischen Ligue 1 kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen.

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Nach Halbfinale gegen Leipzig ging es PSG-Fan an den Kragen

Der ursprünglichen Entscheidung seien Zwischenfälle am Dienstag vorausgegangen, als sich PSG gegen Leipzig für das Finale qualifizierte, erklärte der zuständige Präfekt der Polizei von Bouches-du-Rhône, Emmanuel Barbe, im Radiosender France Inter. Für einen PSG-Anhänger, der durch das Stadtzentrum gefahren sei, sei es dabei fast „schlecht ausgegangen“, sagte Barbe. Es habe noch weitere Vorfälle gegeben, bei welchen PSG-Fans bedroht worden seien. (skr/dpa)

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