„Verpiss dich einfach“: Curling-Stars sorgen für Skandal bei Olympia
Im Olympia-Sport der Eis-Gentlemen regierte plötzlich rüpelhaftes Benehmen. Zwischen den Teams von Kanada und Schweden wurde die Stimmung in der Halle von Cortina am Freitag über mehrere Ends frostiger und frostiger, bis der erstaunliche Curling-Beef in hitzigen Betrugsvorwürfen und Beleidigungen ausartete.
„Komm, verpiss dich!“, rief der kanadische Third Marc Kennedy dem Schweden Oskar Eriksson zu, „verpiss dich einfach!“ Da die Spieler alle verkabelt sind, ging der Streit erst live um die Welt und später in den Sozialen Medien viral.
Curling: Schweden warf Kanada einen Regelverstoß vor
Aber was war überhaupt Stein des Anstoßes? Schon früh im Spiel hatte Schweden unterbrechen lassen, um einen Regelverstoß der Kanadier zu überprüfen. Auch Kanada bat darum, den Schweden genauestens auf die Finger zu schauen. Im wahrsten Sinne: Die Steine müssen im Curling vor einer bestimmten Linie losgelassen werden, sie sind dabei am Griff zu führen.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Tod im Morgengrauen: Lkw überrollt Radfahrer († 63)
- Was alles teurer wird: Das kostet uns der Iran-Krieg
- Kind stirbt nach OP: Prozess gegen drei Hamburger Ärzte
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 16 Seiten Sport: Experte warnt den HSV & St. Pauli plant zweigleisig
- 28 Seiten Plan 7: „Die kleine Meerjungfrau“ am Thalia, das Familienmusical „Anouk“ & Open-Air-Konzerte
Mindestens ein kanadischer Spieler aber hatte seinem Stein mit dem Finger offensichtlich noch einen verbotenen Schubs gegeben. Team Schweden stichelte damit immer wieder, bis Kennedy vor Wut kochte. „Wer? Wer? Wer tut das? Ich habe das noch nie getan“, rief er erbost. Eriksson wies auf ihn und sagte: „Ich zeige dir das Video nach dem Spiel.“ Nach dem letzten Stein ging es weiter, in einem Interview sagte Kennedy: „Ich habe ihm gesagt, wo er sich das hinstecken soll.“ Und: „Das ist mir scheißegal.“
Das könnte Sie auch interessieren: „Ich kann es nicht begreifen“: Eiskunstlauf-Superstar über das größte Olympia-Drama
Die Curling-Steine haben bei den Winterspielen elektronische Griffe. Wird ein Stein erst hinter der „hog line“ losgelassen, leuchtet rotes Licht für einen Regelverstoß. Darum aber ging es Schweden nicht, sondern um die verbotene Doppelberührung. „Wir haben es den Schiedsrichtern gesagt, aber sie haben die Regel falsch ausgelegt“, betonte Eriksson. World Curling teilte mit, es seien keine Regelverstöße aufgefallen. Am Ende übrigens gewann Kanada 8:6 und steht bei drei Siegen ohne Niederlage. Die Schweden haben ihre ersten drei Spiele verloren. (sid/mp)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.