„Unangemessenes Verhalten“: Darum wurde der israelische Bob aus dem Rennen genommen
Am Abschlusstag der Winterspiele nahm Israels Olympisches Komitee seinen eigenen Viererbob aus dem Wettbewerb. Der Vorwurf: Vortäuschen einer Krankheit.
Mit einer freiwilligen Aufgabe nach zwei von vier Durchgängen hat Israels Viererbob am letzten Tag der Olympischen Winterspiele für Wirbel gesorgt. Wie das israelische Olympia-Komitee (OCI) gegenüber der „Times of Israel“ mitteilte, sah es sich zur Abmeldung seines eigenen Teams gezwungen, da dieses einen Fahrer auf unerlaubte Weise auswechseln wollte.
Israel-Anschieber täuschte Krankheit bei Olympia vor
Das entspricht Informationen der Deutschen Presse-Agentur, wonach das Team nicht vom Bob- und Skeleton-Weltverband disqualifiziert worden war, sondern sich selbst aus dem Wettbewerb nahm. Täuschte ein Fahrer eine Krankheit vor?

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Israel war am Samstag mit dem Team bestehend aus AJ Edelman, Menachem Chen, Uri Zisman und Omer Katz in den ersten beiden Läufen des Wettbewerbs angetreten und lag auf dem 24. Rang. Im dritten Lauf am Sonntagmorgen startete die Auswahl dann nicht mehr. Wie das israelische Olympische-Komitee in der „Times of Israel“ erklärte, habe Zisman eine Krankheit vorgetäuscht, um seinem Teamkollegen und Ersatzfahrer Ward Fawarseh die Teilnahme an seiner Stelle zu ermöglichen. Später soll der Fahrer die Lüge zugegeben haben, erklärte das OCI und bezeichnete das Verhalten als „unangemessen“ und als Verstoß „gegen faire und sportliche Verhaltensweisen“.
Ersatzmann sollte Startplatz erhalten
Auf Instagram meldete sich Pilot Edelman, ging aber nicht konkret auf den Vorwurf der Lüge ein. „Da unsere Platzierung vor dem letzten Lauf so gut wie feststand, war es uns wichtiger, dass unser Ersatzmann die Möglichkeit hatte, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das Team entschied sich für den Wechsel“, schrieb der Bobfahrer.
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Die Umstände, unter denen der Wechsel vorgenommen worden sei, hätten jedoch nicht den Anforderungen entsprochen. „Wir zogen uns aus dem letzten Lauf zurück. Auch wenn wir bedauern, dass dies für uns alle nicht so endet, wie wir es uns erhofft hatten, sind wir stolz auf die Geschichte, die wir geschrieben haben“, erklärte der Israeli weiter. (dpa/ea)
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