Erster Transgender-Athlet bei Winterspielen: Darum durfte Elis bei den Frauen starten
Der Schwede Elis Lundholm hat als erster offener Transsportler einen Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen bestritten. Der Ski-Freestyler identifiziert sich als Mann, startete auf der Buckelpiste aber in der Frauen-Konkurrenz und belegte nach einem Fahrfehler in der ersten Qualifikation den letzten Platz.
Deshalb musste Elis Lundholm eine zweite Qualifikation an diesem Mittwoch bestreiten, denn nur die besten zehn Starterinnen erreichten das Finale direkt. Weitere zehn Finalteilnehmerinnen wurden dann am Mittwoch ermittelt. Lundholm konnte sich steigern und verbesserte sich auf Platz 25 unter den 30 Starterinnen. Zur Finalteilnahme fehlten aber knapp zehn Punkte.
Elis Lundholm wurde für das Frauenteam nominiert
Als Transmann gilt ein Mann mit männlicher Geschlechtsidentität, dem bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde. „Es war ein bisschen beängstigend, aber eine sehr gute Entscheidung“, sagt Lundholm, in der Szene habe er nur positive Rückmeldungen erhalten: „Für mich ist das ziemlich unkompliziert.“
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Da Lundholm keine geschlechtsangleichenden Operationen durchführen und auch juristisch hinsichtlich des Geschlechts keine Änderung vornehmen ließ, wurde der 23-Jährige gemäß der geltenden Regularien vom Schwedischen Olympia-Komitee für das Frauenteam nominiert. Deutschen Athletinnen begegnete Elis Lundholm übrigens nicht auf der Strecke. Für den Moguls-Wettbewerb hatte sich keine Sportlerin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) qualifiziert. (dpa/lam)
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