Leon Draisaitl im Zweikampf mit dem Letten Oskars Cibulkis

Leon Draisaitl beim Vorrundenspiel gegen Lettland Foto: AP

„So schnell wie möglich“: Rückschlag für Eishockey-Team – was die Stars jetzt fordern

kommentar icon
arrow down

Bitterer Rückschlag für Deutschlands Eishockey-Auswahl: Gegen Außenseiter Lettland verliert das DEB-Team 3:4 – und steht gegen Weltmeister USA schon unter Druck.

Leon Draisaitl senkte den Blick, Tim Stützle schüttelte immer wieder den Kopf: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen einen herben Dämpfer kassiert. Trotz NHL-Power verlor das Team von Bundestrainer Harold Kreis überraschend, aber zugleich verdient mit 3:4 (2:1, 0:1, 1:2) gegen Lettland.

Eishockey-Niederlage gegen Lettland: Deutschlands direkter Viertelfinal-Plan wackelt

Statt den nächsten Schritt Richtung direkte Viertelfinal-Qualifikation zu machen, scheint der ungeliebte Umweg über die Quali-Runde für Deutschlands Eishockey-Team kaum zu vermeiden. Denn direkt ins Viertelfinale schaffen es nur die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Tod im Morgengrauen: Lkw überrollt Radfahrer († 63)
  • Was alles teurer wird: Das kostet uns der Iran-Krieg
  • Kind stirbt nach OP: Prozess gegen drei Hamburger Ärzte
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: Experte warnt den HSV & St. Pauli plant zweigleisig
  • 28 Seiten Plan 7: „Die kleine Meerjungfrau“ am Thalia, das Familienmusical „Anouk“ & Open-Air-Konzerte

„Wir hatten mit Sicherheit genug Chancen“, sagte Topstar Draisaitl, der bei zehn Abschlüssen ohne Tor geblieben war. „Es war heute halt nicht mehr drin. Wir müssen jetzt gegen die USA unser Spiel spielen, unser Ding spielen“, forderte der Kapitän der Edmonton Oilers.

Stützle trifft spät, Reichel und Kälble bringen Deutschland zweimal in Führung

Die nächste Aufgabe hat es in sich: Schon am Sonntagabend geht es um 21.10 Uhr (ZDF und Eurosport) gegen die USA. Der Eishockey-Weltmeister ist in der Breite hochklassig besetzt – und gilt als Gruppenfavorit. Deutschland ist nach den bislang durchwachsenen Leistungen klarer Außenseiter, ein Sieg wäre eine Überraschung.

Dabei begann das Spiel gegen Lettland erneut stark. Zwei Tage nach dem zähen Auftaktsieg gegen Dänemark (3:1) brachte Lukas Reichel das DEB-Team nach 2:06 Minuten in Führung. Lukas Kälble legte in der 17. Minute nach, Deutschland führte zweimal.

Superstar Draisaitl bleibt gegen Lettland glücklos

Doch Lettland drehte die Partie: Dans Locmelis traf doppelt (16., 29.), Eduards Tralmaks (49.) und Renars Krastenbergs (52.) machten den Umschwung perfekt. Deutschland kam durch Tim Stützle (58.) spät noch einmal heran – mehr war aber nicht drin.

Wie schon im Auftaktspiel erwischte Deutschland einen Traumstart – und wieder traf ein Nordamerika-Legionär. Am Donnerstag hatte Draisaitl nach nur 23 Sekunden getroffen, diesmal blieb er glücklos.

Undiszipliniertheiten und defensive Probleme: Lettland nutzt die Fehler eiskalt

Nach dem frühen 1:0 hielt Deutschland den Druck zunächst aufrecht, verlor im Verlauf des ersten Drittels aber den Zugriff und musste defensiv immer mehr arbeiten. Torhüter Philipp Grubauer zeigte einige starke Paraden, war beim Ausgleich im lettischen Powerplay jedoch machtlos. Kälbles schneller Gegenschlag brachte in einer kritischen Phase kurz wieder Schwung rein.

Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Im zweiten Drittel geriet das DEB-Team defensiv zunehmend in Schwierigkeiten und leistete sich Undiszipliniertheiten. Tobias Rieder stellte mit einem Foul an der Bande sogar eine doppelte Unterzahl her – Lettland bestrafte das prompt. Draisaitl vergab danach die Chance zur schnellen Antwort (31.) freistehend, später kühlte er sich die Hand mit Eis.

Eishockey-Superstar Draisaitl ohne Treffer, Deutschland im Powerplay zu harmlos – USA warten schon

Auch danach fehlte dem Eishockey-Superstar das Glück. Im eigenen Powerplay blieb Deutschland lange ungefährlich. Im Schlussdrittel entglitt dem Team das Spiel endgültig. Erst als Grubauer sein Tor verließ und Deutschland volles Risiko ging, wurde der Druck größer.

Das könnte Sie auch interessieren: „Ich bete für ihn“: Eishockey-Schock bei Olympia – NHL-Star schwer verletzt

Stützle (Ottawa Senators) traf mit seinem dritten Turniertor und machte es noch einmal spannend – doch der Rückschlag blieb. Nun muss das DEB-Team die Niederlage schnell abhaken. „Wir müssen einfach unsere Chancenverwertung verbessern. Das Spiel muss abgehakt werden, so schnell wie möglich“, sagte John-Jason Peterka von den Utah Mammoth. (sid/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test