Emma Aicher jubelt

Emma Aicher triumphierte beim Super-G in Tarvisio. Foto: imago/GEPA pictures

Paukenschlag vor Olympia! Deutsches Supertalent feiert Weltcup-Sieg

kommentar icon
arrow down

Ein Sieg, ein zweiter Platz: Die deutschen Skirennläuferinnen nähren Hoffnungen auf Olympiamedaillen.

Emma Aicher ließ nach ihrer Traumfahrt einen Jubelschrei los, riss die Arme in die Höhe und nahm dann mit einem Grinsen auf dem roten Stuhl der Führenden Platz. Dort durfte sie anschließend sitzen bleiben bis zur Siegerehrung, denn: Drei Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele raste die 22-Jährige beim Super-G im italienischen Tarvisio zur ihrem vierten Sieg im Weltcup.

Aicher gewinnt vor Lindsey Vonn und Ester Ledecka

Aicher nährte mit ihrem zweiten Saisonerfolg ebenso Hoffnungen auf eine olympische Medaille wie Kira Weidle-Winkelmann, die am Tag zuvor als Zweite in der Abfahrt geglänzt hatte. „Bis Olympia ist es schon noch ein gutes Stück hin“, sagte Aicher gewohnt gelassen zu ihren Chancen bei den Spielen, „bis dahin konzentriere ich mich auf mein Skifahren, und dann werden wir es sehen, wenn wir da sind.“


Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Diagnose Krebs: Hamburgerin wirft UKE Behandlungsfehler vor
  • Straftaten: Hamburg wird sicherer – aber nicht für Frauen
  • Hamburgs Super-Recognizer: Der Mann, der sich Tausende Gesichter merken kann
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: HSV-Liebling Otto Stange (19) über seine Rückkehr
  • 28 Seiten Plan 7: Im Kino wird’s jetzt richtig heiß! Und: Ausgeh-Tipps für jeden Tag

Wie bei ihrem Sieg Mitte Dezember bei einer von zwei Abfahrten in St. Moritz gewann Aicher vor Lindsey Vonn (+0,27 Sekunden): Die 41 Jahre alte Amerikanerin hatte am Vortag hinter Nicol Delago (Italien) und Weidle-Winkelmann Rang drei belegt – in den acht Speed-Rennen dieses Winters stand sie nun siebenmal auf dem Podest. Sie fährt als große Medaillenfavoritin zu den Rennen in Cortina d’Ampezzo.

Nach Platz zwei in der Abfahrt wird Weidle-Winkelmann im Super-G Achte

Auch Weidle-Winkelmann darf sich Hoffnungen machen. Tatsächlich war sie in der Abfahrt bei der letzten Zwischenzeit noch die Schnellste gewesen, verlor dann aber auf den letzten 15 Fahrsekunden noch jene 0,20 Sekunden auf Delago, die am Ende zu ihrem ersten Triumph im Weltcup fehlten. „Das tut weh, aber letztendlich weiß ich, dass es auf jeden Fall möglich ist, ein Rennen zu gewinnen“, sagte sie.

Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Beim Super-G-Sieg von Aicher belegte Weidle-Winkelmann Rang acht (+1,22), wie schon nach der Abfahrt bemängelte sie einige kleine Fehler – betonte aber auch: „Der Trend geht in die richtige Richtung.“ Hinzu kommt: Auf der „Olimpia delle Tofane“, wo am 8. und 11. Februar Abfahrt und Super-G ausgetragen werden, hat Weidle-Winkelmann schon mal überrascht. Bei der WM 2021 gewann sie dort Silber in der alpinen Königsdisziplin.  

Das könnte Sie auch interessieren: Penis-Tricks im Skisport: „Ein, zwei Zentimeter“ kosten Meter

Aicher dagegen gehört nicht nur in der Abfahrt und im Super-G zum Kreis der Medaillenanwärterinnen, auch im Slalom ist ihr zuzutrauen, auf das Podest zu fahren. Bereits zweimal erreichte sie in dieser Disziplin in diesem Winter Rang drei im Weltcup. Bemerkenswert: Im Gesamtweltcup liegt Aicher, die als einzige Läuferin alle Rennen im Weltcup fährt, hinter Mikaela Shiffrin (USA) und Camilla Rast (Schweiz) nun schon auf Rang drei. (sid/lam)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test