Johanna Puff im Biathlon-Weltcup

Johanna Puff musste einen schweren gesundheitlichen Rückschlag hinnehmen. Foto: IMAGO / Zoonar

Olympia-Traum geplatzt: Deutscher Biathlon-Star spricht über Panikattacken

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Nach ihrem Zusammenbruch im Dezember ist für Biathletin Johanna Puff die Saison vorbei – und auch der Traum von Olympia. Die 23-Jährige spricht offen über Panikattacken, Geduld und ihren langen Weg zurück zum Biathlon.

Der Traum von Olympia ist für Johanna Puff vorerst ausgeträumt. Die deutsche Biathletin leidet weiter unter den Folgen einer Herzmuskelentzündung. An Wettkämpfe ist für die 23-Jährige derzeit nicht zu denken.

Keine Comeback-Gedanken bei Johanna Puff

Die Saison ist für Puff endgültig beendet. „Solange ich kein klares Okay habe, denke ich darüber nicht nach“, sagte sie im Interview mit dem Portal „web.de“. Sport bleibe für sie weiterhin ein absolutes Tabu.


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Die Situation sei für sie extrem schwer. „Das ist brutal schwer, aber die Gesundheit geht vor“, erklärte Puff. Solange der Körper nicht gesund sei, ergebe ein Comeback keinen Sinn.

Puff kollabierte im Dezember in Österreich

Ganz akzeptiert habe sie die Zwangspause aber noch nicht. In dieser Woche stehen zwei Nachuntersuchungen an. Falls alles passe, könne sie „vielleicht ganz langsam einsteigen“. Bis alles wieder normal sei, werde es jedoch noch dauern.

Puff war am 7. Dezember 2025 bei einem Rennen im IBU-Cup im österreichischen Obertilliach auf der Strecke kollabiert. Die Erinnerungen daran sind noch präsent.

Biathlon-Star erhielt Diagnose Herzmuskelentzündung

„Ich erinnere mich vor allem an einen extremen Druck auf der Brust und massive Atemprobleme. Ich hatte zwei Panikattacken“, sagte die zweifache Europameisterin. Die Zeit danach sei von großer Ungewissheit geprägt gewesen.

Erst später folgte die Diagnose Herzmuskelentzündung. „Einerseits war ich froh, endlich eine Erklärung zu haben. Zum Glück ist es eine mildere Form, keine extreme. Aber es bleibt ein Risiko“, so Puff.

Puff denkt über ein Fernstudium nach

Mittlerweile gehe es ihr etwas besser. „Aber gut ist es noch nicht. Ich bin sportlich noch überhaupt nicht zurück“, sagte sie. Um den Kopf freizubekommen, beschäftigt sie sich mit Alltäglichem.

Sie räume viel um, streiche auch mal eine Wand. Zudem überlege sie, ein Fernstudium zu beginnen. Alles, um sich mental abzulenken.

Puff spricht über geplatzten Olympia-Traum

Mit dem vorzeitigen Saison-Aus platzte auch die Chance auf eine Olympia-Teilnahme. Zwar waren die Aussichten ohnehin schwierig, da Puff sich zu Saisonbeginn nicht für das Weltcup-Team qualifiziert hatte.

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„Ich glaube, schwieriger als es leistungsmäßig nicht zu schaffen, ist es, gar keine Chance mehr darauf zu haben“, sagte sie. Olympia sei ein Kindheitstraum. „Der bricht schon ein Stück weit zusammen.“

Puff unterstützt ihren italienischen Partner

Ganz fern bleiben wird Puff den Olympischen Spielen dennoch nicht. In Antholz startet ihr Partner Lukas Hofer (36) vor heimischem Publikum.

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„Ich werde wahrscheinlich die erste Woche nach Antholz rüberfahren, um Lukas zu unterstützen“, sagte Puff. Auch die Mixed-Staffel wolle sie sich vermutlich anschauen. (dpa/mp)

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