Dieser deutsche Olympia-Star wurde bei den Hamburg Freezers groß
Eishockey-Torwart Maximilian Franzreb geht bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo als einer der wenigen Athleten mit Hamburger Vergangenheit an den Start. Am Sonntag durfte sich der 29-Jährige erstmals auf der großen Olympia-Bühne präsentieren.
Neben Eishockey-Spielerin Emily Nix, der einzigen gebürtigen Hamburgerin bei den diesjährigen Winterspielen, stand bei der deutlichen 1:5-Klatsche des deutschen Eishockey-Teams der Männer bei Olympia ein weiterer Deutscher im olympischen Rampenlicht, den man als Hamburger bezeichnen kann: Maximilian Franzreb.
Geboren wurde Franzreb in Bad Tölz, einer Kurstadt in Oberbayern mit rund 20.000 Einwohnern. Mit drei Jahren schnürte er sich das erste Mal die Schlittschuhe, mit fünf Jahren lief er schon für den EC Bad Tölz auf. Lange hielt es Franzreb dort jedoch nicht.
Franzreb zieht es früh nach Hamburg
Mit sieben Jahren zog Franzreb mit seiner Familie von der Isar an die Elbe, nach Hamburg. Dort durchlief er die Jugend des HSV sowie der HSV Young Freezers, einer Nachwuchs-Fusion aus dem HSV, den Crocodiles Hamburg, dem Molot Eishockey Club und den Hamburg Freezers – ein Hamburger Jung also.
Schon mit zwölf Jahren spielte Franzreb 2008 in der U16 des HSV. Mit 17 Jahren gab er in der Oberliga sein Debüt für die Herrenmannschaft. Nur ein Jahr später, mit 18 Jahren, debütierte Franzreb für die Hamburg Freezers in der Deutschen Eishockey Liga – und das als erstes Freezers-Eigengewächs jemals. Von „Mega-Maxi“ schrieb die MOPO damals nach einem starken Spiel des Torwart-Talents.
Mit 13 DEL-Spielen auf dem Konto wechselte Franzreb 2016 nach der Auflösung des Hamburger DEL-Klubs zu den Eisbären Berlin.

Rund vier Jahre stand Franzreb bei den Eisbären unter Vertrag und sammelte nebenbei Spielpraxis bei den Lausitzer Füchsen in der zweiten Liga. Es folgte die Rückkehr in seine Geburtsstadt. Wie einst sein Vater Markus spielte Maximilian für zwei Saisons wieder beim EC Bad Tölz in der zweiten Liga.
Über Umwege geht es zurück in den Norden – und in die DEL
Den Norden scheint Franzreb irgendwann wohl zu sehr vermisst zu haben. Der Goalie machte auf sich aufmerksam und wechselte 2022 zu den Fischtown Pinguins Bremerhaven – zurück in die DEL. Nach rund vier Jahren im Norden zog es Franzreb dann zu einem der deutschen Eishockey-Aushängeschilder. Seit 2025 läuft er für die Adler Mannheim auf, und spielte sich dort in den Fokus von Nationaltrainer Harold Kreis – und in seinen Olympia-Kader.
Sein erster Olympia-Auftritt war dabei kein Traum-Debüt. Fünfmal musste sich der 29-Jährige den starken Schüssen der US-Amerikaner geschlagen geben. Sein kleines „Ich“ hat Franzreb mit seiner Olympia-Teilnahme allemal stolz gemacht. „Irgendwann will ich Profi werden“, hieß es damals noch.
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Und wer weiß, vielleicht wird der Olympia-Traum für Franzreb am Dienstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) ja noch traumhafter. Dann spielt Deutschland in der Qualifikationsrunde gegen Frankreich um seinen Medaillentraum – vielleicht wieder mit einem Hamburger Jung zwischen den Pfosten.
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