Olympia-Rekord möglich: Skisprung-Star (53) setzt sich neues, unglaubliches Ziel
Auch nach 37 Jahren im internationalen Skispringen denkt Noriaki Kasai nicht ansatzweise ans Karriereende. „Jetzt ist mein großes Ziel zu springen, bis ich 60 bin, um damit die Menschen in Japan und auf der ganzen Welt zu überraschen“, sagte der 53-Jährige am Rande seines Heim-Weltcups in Sapporo bei Eurosport.
Die Qualifikation für das erste von zwei Springen in der Olympiastadt von 1972 – Kasais Geburtsjahr – hatte „Nori“ verpasst. Seine ohnehin schon geringen Chancen auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar sind damit weiter gesunken. Dennoch sagt er: „Ich habe den Wunsch, bei Olympia dabei zu sein.“
Kasai steht vor Olympia-Rekord
Es sind einzigartige Bestmarken einer einzigartigen Karriere, die vor mehr als 36 Jahren begann: Am 17. Dezember 1988 feierte Kasai in Sapporo mit Platz 31 sein Weltcup-Debüt, Matti Nykänen siegte damals vor Dieter Thoma, die DDR-Springer um Jens Weißflog hatten auf den teuren Japan-Trip verzichtet.

Es kamen und gingen Generationen von Skispringern. Flugsaurier Nori überlebte, ein Schanzen-Archaeopteryx, ein fliegendes Fossil, das schon in der Steinzeit des Klassik-Stils dabei und danach nie wirklich weg war. Kasai hat – mit Ausnahme des Winters 1994/95 – keine Saison ausgelassen.
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Sollte Kasai wirklich bis zu seinem 60. Geburtstag weitermachen, hätte er 2030 in den französischen Alpen eine weitere Chance auf seine neunte Olympia-Teilnahme. Diese hat im Winter noch niemand erreicht, bislang teilt sich Kasai den Rekord mit Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die ihre Karriere beendet hat. (sid/lam)
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