Olympia-Held: „Habe irgendwann aufs Eis geschaut und da meine Zähne gesehen“

US-Eishockey-Spieler Jack Hughes verliert beide Schneidezähne im Olympia-Finale.
US-Eishockey-Spieler Jack Hughes verlor zwei Schneidezähne im Olympia-Finale.

Jack Hughes trifft zum Olympia-Gold für die USA – und nimmt den Verlust seiner Schneidezähne mit Humor. Was der Sieg für das US-Eishockey bedeutet.

Für Olympia-Gold hat US-Eishockey-Stürmerstar Jack Hughes seine Schneidezähne geopfert. Als der 24-Jährige im Olympiafinale gegen Kanada in der Verlängerung beim 2:1 gegen den Erzrivalen Kanada den Siegtreffer erzielte, fehlten ihm bereits beide Zähne. „Hier geht es um unser Land. Ich liebe die USA. Ich liebe meine Teamkollegen. Ich bin so stolz, heute Amerikaner zu sein. Ein mutiger, beherzter Sieg. Das ist amerikanisches Eishockey pur“, sagte der Stürmer der New Jersey Devils beim US-Sender NBC.

Eishockey-Star Hughes wurde von Schläger getroffen

Angesprochen auf sein zahnloses Siegerlächeln sagte Hughes: „Ich habe irgendwann aufs Eis geschaut und da meine Zähne gesehen.“ Kanadas Sam Bennett hatte Hughes zuvor versehentlich mit dem Schläger im Gesicht getroffen. Hughes nahm es wohl auch angesichts des Prestigesieges mit Humor. „Jeder Eishockeyspieler verliert irgendwann seine Zähne“, sagte der US-Stürmer.

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Auf den Tag genau 46 Jahre hatten die USA auf einen Olympiasieg warten müssen. 1980 hatte eine College-Auswahl die damals als unbesiegbar geltende Sowjetunion geschlagen und später in Lake Placid Gold geholt. Die damalige Goldmedaille ging als „Miracle on Ice“ (Wunder auf dem Eis) in die Geschichte ein. Der Olympiasieg nun war alles andere als ein Wunder.

US-Eishockey durch Sieg wieder an der weltweiten Spitze

„In den letzten zehn, 15 Jahren hat sich sehr viel im US-Eishockey getan. Viele amerikanische Spieler sind in die NHL gekommen. Das sind alles Weltklassespieler“, sagte US-Kapitän Auston Matthews (28) von den Toronto Maple Leafs. „Zum ersten Mal überhaupt hatte ich die Möglichkeit, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Wir haben die Gelegenheit bekommen, das US-Eishockey voranzubringen. Das ist uns gelungen“, sagte der Weltklasse-Stürmer.

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Jahrelang waren die USA unter den Top-Nationen im Eishockey eher nicht an der Spitze angesiedelt. Aktuell sind sie de facto das Eishockeyland Nummer eins: Sowohl die Männer als auch die Frauen sind aktuelle Weltmeister und Olympiasieger. „Das ist schon lange her, dass das US-Eishockey ganz oben war“, sagte Stürmerstar Jack Eichel. (dpa/ea)