Das war Nix! Hamburger Eishockey-Spielerin erzielt bei Olympia ein Tor
Vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der früheren Außenministerin Annalena Baerbock hat die Hamburgerin Emily Nix groß aufgespielt und mit den deutschen Eishockey-Frauen einen überzeugenden Sieg bei Olympia gefeiert.
Das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod setzte sich in Mailand im zweiten Gruppenspiel des olympischen Eishockey-Turniers gegen Japan mit 5:2 (3:0, 2:2, 0:0) durch und bejubelte damit den ersten Erfolg bei Olympia seit zwölf Jahren. Auch damals – bei der letzten Teilnahme der deutschen Frauen – in Sotschi in Russland hieß der Gegner Japan. Kapitänin Daria Gleißner brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) schon nach 44 Sekunden in Front.
Olympia: Emily Nix trifft und legt auf
Dann war eine Hamburgerin an der Vorentscheidung wesentlich beteiligt: Emily Nix, in jungen Jahren für die Crocodiles Hamburg und den HSV auf Puckjagd, erzielte mit einer starken Einzelleistung das 2:0 (9.) und bediente dann Nicola Hadraschek-Eisenschmid (14.), die zur 3:0-Führung zur ersten Drittelpause traf.

Erneut Hadraschek-Eisenschmid (26.) und Laura Kluge (31.) erzielten die weiteren Treffer für Deutschland. Die Japanerinnen kamen durch Tore von Mei Miura (37.) und Yumeka Wajima (38.) innerhalb von 22 Sekunden zwar noch einmal heran, die Wende gelang ihnen aber nicht mehr.
Nix spielt beim schwedischen Meister
Das deutsche Team machte mit dem Erfolg einen großen Schritt Richtung Viertelfinal-Einzug, nachdem die Auswahl am Tag vor der Eröffnungsfeier noch gegen Schweden 1:4 verloren hatte. Schweden ist die Wahlheimat der Hamburgerin Nix, die seit dieser Saison für den schwedischen Meister (und aktuellen Tabellenführer) Frölunda spielt. „Ich mag Göteborg und die schwedische Westküste“, erklärte die 28-Jährige ihre Vereinswahl abseits des Sportlichen – Frölunda ist ein Stadtteil von Göteborg.
Nächstes Spiel gegen Frankreich
Trotz der wertvollen Auslandserfahrung von Nix: Mehr als das Viertelfinale ist für die deutschen Kufen-Cracks wohl nicht realistisch. In der Runde der letzten Acht warten aller Voraussicht nach die Goldfavoritinnnen aus Kanada oder den USA. Am Montag muss Deutschland gegen Frankreich ran, am Dienstag zum Abschluss der Vorrunde gegen Gastgeber Italien.

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Gleißner bescherte der deutschen Auswahl mit dem zweiten Schuss einen Traumstart – da war Bundespräsident Steinmeier noch gar nicht an seinem Platz angekommen. Wenig später durfte dann aber auch er jubeln, als Nix mitten in einer Drangphase der Japanerinnen mit ihrem feinen Solo das 2:0 erzielte und Hadraschek-Eisenschmid erhöhte.
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Die Japanerinnen reagierten nach den ersten 20 Minuten mit einem Wechsel der Torhüterin, doch die Dominanz des deutschen Teams blieb bestehen. Die DEB-Auswahl blieb am Drücker und war in allen Belangen besser. Daran änderten auch die Gegentreffer nichts.
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