Vinzenz Geiger beim Skilanglauf

Vinzenz Geiger gewann bereits drei Medaillen in seiner olympischen Laufbahn – nun erlebte er aber eine weitere Enttäuschung. Foto: IMAGO / Ulrich Wagner

„Es war grottenschlecht!“ Deutsche Kombinierer vor Olympia-Debakel

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Als die Medaillengewinner in der Sonne von Tesero die Siegerehrung genossen, hatte Vinzenz Geiger sein letztes Interview bereits hinter sich. Die deutschen Nordischen Kombinierer steuern auf ein Olympia-Debakel zu. Das Team von Bundestrainer Eric Frenzel gewann auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele von Italien keine Medaille. Geiger belegte als bester Deutscher im Einzel von der Großschanze mit dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer den neunten Platz.

Gold sicherte sich wie schon im Normalschanzen-Wettbewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber ging erneut an den Österreicher Johannes Lamparter. Bronze holte Ilkka Herola aus Finnland.

„Es gehören zwei Disziplinen zu unserem Sport. Letzte Woche hat die eine gut geklappt, diese Woche die andere. Ich hoffe, dass ich am Donnerstag beides hinkriege“, sagte Geiger mit Blick auf seine Leistungen im Skispringen und Langlauf und den anstehenden Teamsprint. Zum Auftakt war er Zehnter geworden.

Nur noch eine Olympia-Medaillen-Chance für Deutschland

Als zweitbester Deutscher lief Johannes Rydzek bei seinen wohl letzten Einzelrennen bei Olympischen Winterspielen auf Rang zehn. Julian Schmid kam auf Platz zwölf. Auf den Sieger hatten Geiger und Rydzek jeweils mehr als anderthalb Minuten Rückstand, Schmid fehlten sogar knapp zweieinhalb Minuten.

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Zum Abschluss werden nun wohl Geiger und Rydzek das deutsche Team vertreten. Frenzel gab zwar noch keine Aufstellung bekannt, doch Schmid rechnet selbst nicht damit, dass er dabei ist. „Realistisch ist natürlich, dass die anderen zwei starten. Das würde ich als Trainer auch sofort so entscheiden“, sagte der 26-Jährige.

Schon beim Skispringen am Vormittag in Predazzo waren die deutschen Medaillenchancen auf ein Minimum gesunken. Rydzek lag vor dem Langlaufrennen mit einem Rückstand von 1:23 Minuten auf den führenden Ryota Yamamoto aus Japan auf Rang 15. Schmid hatte 1:35 Minuten, Geiger sogar 1:43 Minuten Rückstand auf die Spitze.

Sinnbild für bisherige Leistungen: „Ich war frustiert“

„Ein Witz“, hatte Geiger nach seiner Landung verärgert ausgerufen. Damit meinte er sowohl seinen Sprung als auch die Bedingungen auf der Großschanze. „Ich war frustriert. Da kommt so etwas raus“, sagte der 28-Jährige. Schmid versteckte seinen Ärger ebenfalls nicht. „Es war grottenschlecht. Das kann man ganz klar so sagen“, sagte er.

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Um nicht erstmals seit 1998 komplett ohne Edelmetall von Winterspielen abzureisen und damit die Blamage perfekt zu machen, muss nun am Donnerstag ein Podestplatz her. „Wir sind alle hochmotiviert. Wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen und greifen auf jeden Fall nochmal an“, sagte Geiger. (dpa/th)

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