Ghali Amdouni rappt auf einem Konzert

Ghali Amdouni darf die italienische Hymne nicht singen. Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Kurz vor Olympia-Eröffnungsfeier: Hymnen-Zoff um Italo-Rapper

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Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele am Freitagabend gibt es Ärger um einen der Auftritte bei der Eröffnungsfeier in Mailand: Der Italo-Rapper Ghali hat behauptet, vom Singen der italienischen Nationalhymne ausgeschlossen worden zu sein.

Der 32-Jährige – außerhalb Italiens wenig bekannt – gehört zu den Künstlern, die bei der Olympia-Eröffnungsshow (20 Uhr, ARD live) vor mehr als 70.000 Zuschauern im San-Siro-Stadion auftreten sollen. Die Hymne soll von der italienischen Sängerin Laura Pausini kommen.

Auf seinem Instagram-Account schrieb Ghali, der mit Nachnamen Amdouni heißt: „Ich weiß, warum ich die italienische Nationalhymne nicht mehr singen durfte. (…) Ich weiß auch, dass mein Schweigen Lärm macht. Ich weiß, dass alles ein großes Theater ist.“ Eine genauere Erklärung blieb er allerdings schuldig. Der Mailänder hatte 2024 beim Musikfestival von Sanremo Schlagzeilen gemacht, weil er mit Blick auf Israels Vorgehen im Gazastreifen von „Völkermord“ gesprochen hatte.

Olympia-Zoff: Konservative kritisieren Rapper Ghali

Aus der rechten Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die in Rom an der Regierung ist, hatte es zuvor schon Kritik an Ghalis Auftritt bei der Eröffnungsfeier gegeben. Sportminister Andrea Abodi kündigte an, der Rapper werde „auf der Bühne seine Meinung nicht äußern.“ Bei der Olympia-Eröffnungsfeier müssten „Grundsätze der olympischen Werte“ eingehalten werden. Die kleinere Regierungspartei Lega warf Ghali vorab bereits vor, Italien „demütigen“ zu wollen.

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Bei der Eröffnungsfeier, die weltweit übertragen wird, treten auch Musiker wie Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli, Lang Lang und Mariah Carey auf. Parallel zu dem Spektakel in Mailand findet auch in Cortina d’Ampezzo eine Feier statt, dem zweiten Gastgeberort. Erstmals werden bei Olympia die nächsten beiden Wochen dann zwei Feuer brennen. Als letzte Fackelträger sind die italienischen Skifahrer Alberto Tomba und Deborah Compagnoni sowie Sofia Goggia und Gustav Thöni im Gespräch. (dpa/ea)

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