Franziska Preuß läuft im Sprint über die Ziellinie

Gut, aber nicht gut genug: Franziska Preuß wurde im Sprint Siebte. Foto: AP

„Ich habe es wieder nicht geschafft“: Biathlon-Star Preuß traurig bei Olympia

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Biathlon-Star Franziska Preuß verpasst auch im Sprint das Podest und wird Siebte. Vanessa Voigt trifft erneut alles, bleibt aber chancenlos. Hoffnung macht nur noch die Verfolgung am Sonntag.

Franziska Preuß muss weiter auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Auch im Biathlon-Sprint in Antholz kam Deutschlands Nummer eins nicht fehlerfrei durch. Eine Strafrunde kostete zu viel Zeit – am Ende blieb Platz sieben. Nicht das, was sich die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison erhofft hatte.

Biathlon: Franziska Preuß geht als Siebte in die Verfolgung

Die nächste Chance bietet sich am Sonntag in der Verfolgung (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport). Doch auch dort wird es mit dem Rückstand schwer, die Podestplätze anzugreifen.


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„Es schwingt Enttäuschung mit. Jedes Rennen ist eine Chance und jetzt habe ich es wieder nicht geschafft. Man darf nie aufgeben und morgen ist ein neuer Tag“, sagte Preuß in der ARD – hörbar resigniert.

Kirkeeide meldet sich nach Rennen zum Vergessen zurück

Nach 7,5 Kilometern hatte Preuß 1:00,1 Minuten Rückstand auf die Siegerin Maren Kirkeeide. „Man kann nicht immer gewinnen, ich hänge etwas in den Top Ten hinten fest“, sagte Preuß. Für das Biathlon-Jagdrennen lautet ihre Devise nun, das „Thema Medaille komplett auszublenden und im Hier und Jetzt zu sein. Es braucht ein perfektes Rennen, das ist das Ziel“.

Und wie ein perfekter Tag aussieht, zeigte ausgerechnet die 22-jährige Kirkeeide. Sie hatte in der Mixed-Staffel mit zwei Strafrunden Norwegen eine Medaille verbaut und im Einzel mit fünf Fehlern als 49. eine bittere Enttäuschung erlebt – jetzt schlug sie zurück.

Biathlon-Sprint: Silber für Michelon, Bronze für Jeanmonnot

Kirkeeide gewann in einem packenden Fernduell vor der ebenfalls fehlerfreien Französin Océane Michelon, die 3,8 Sekunden zurücklag. Bronze ging an Frankreichs Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot (+23,7 Sekunden), die sich trotz einer Strafrunde ihre dritte Medaille im dritten Rennen sicherte.

Die letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen bleibt Laura Dahlmeiers Gold von 2018 in Pyeongchang. Die Biathlon-Olympiasiegerin war im vergangenen Juli bei einem Bergunfall gestorben. Auf eine Nachfolgerin muss der DSV weiter warten.

Vanessa Voigt landet fehlerfrei auf Platz zwölf

Preuß hatte im Einzel zwischenzeitlich sogar auf Goldkurs gelegen, dann aber beim letzten Schießen mit zwei Fehlern eine mögliche Medaille weggeworfen und war Zehnte geworden. Im Sprint hätte es für die 31-Jährige allerdings selbst ohne Fehler nicht fürs Podest gereicht – auch in der Laufzeit lag sie 50 Sekunden hinter Kirkeeide. Unterstützt wurde Preuß vor Ort von ihrem Lebensgefährten Simon Schempp.

Zweitbeste Deutsche war Vanessa Voigt als Zwölfte (+1:14,0). Sie machte ihrem Ruf als beste Schützin im gesamten Feld wieder alle Ehre: fehlerfrei – und damit in drei Olympia-Rennen ohne einen einzigen Fehlschuss.

Platz 20 für Thannheimer, Platz 52 für Grotian

Dabei war lange offen, ob sie überhaupt starten kann. Wie Janina Hettich-Walz, die wegen Magen-Darm-Problemen ihren Start absagte, lag auch Voigt zwei Tage nur im Zimmer, wie sie in der ARD berichtete. „Bis um 10 Uhr war mein Start gar nicht so ganz klar. Ich bin absolut stolz, weil mehr war heute absolut nicht machbar. Für das war es ein Wahnsinnssprint für mich“, sagte die Thüringerin.

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Bei ihrem Olympia-Debüt erwischte Julia Tannheimer einen bitteren Start: Zwei Strafrunden im Liegendschießen und 300 Extrameter kosteten sie ein besseres Ergebnis. Stehend blieb die 20-Jährige dann fehlerfrei und wurde 20.

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Selina Grotian (21) rutschte kurzfristig für Hettich-Walz ins Team – und erlebte ein ähnliches Schicksal. Gleich im ersten Anschlag schoss sie zweimal daneben. Schon im Einzel hatte sie als 55. vier Scheiben stehen lassen. Stehend kam noch ein weiterer Fehlschuss dazu, am Ende blieb Rang 52. (dpa/mp)

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